Was ist die Infrastruktur virtueller Desktops (VDI)?

Unter einer Infrastruktur virtueller Desktops (VDI) versteht man das Hosten von Desktop-Umgebungen auf einem zentralen Server. Es handelt sich um eine Form der Desktop-Virtualisierung, da die einzelnen Desktop-Images in virtuellen Maschinen (VMs) ausgeführt und über ein Netzwerk an die End-Clients bereitgestellt werden. Dabei kann es sich um PCs oder andere Geräte wie Tablets oder Thin-Client-Terminals handeln.

Weitere Themen rund um VDI:   

Wie funktioniert VDI?

Bei modernen digitalen Arbeitsplätzen, an denen zahlreiche Anwendungen auf Abruf bereitstehen müssen, ermöglicht eine VDI sicheren und praktischen Remote-Zugriff für höhere Mitarbeiterproduktivität. Außerdem ermöglicht sie geräteübergreifend konsistentes Arbeiten. Alle VDI-Umgebungen zeichnen sich durch folgende Charakteristika aus:

  • Die virtuellen Desktops werden in virtuellen Maschinen auf einem zentralen Server gehostet.
  • Jeder virtuelle Desktop basiert auf einem Betriebssystem-Image, üblicherweise Microsoft Windows.
  • Die virtuellen Maschinen sind hostbasiert, also können mehrere Instanzen auf demselben Server im Rechenzentrum gehostet werden.
  • End-Clients, wie PCs, Tablets oder Thin-Client-Terminals, müssen ständig mit dem zentral verwalteten Server verbunden sein, damit sie den Zugriff auf die virtualisierten Desktops, die sie hosten, aufrechterhalten können.
  • Der Verbindungsbroker – eine Softwareschicht, die als Vermittler zwischen Benutzern und virtuellen Ressourcen fungiert – findet nach erfolgreichem Zugriff auf die VDI-Umgebung für jeden Client einen virtuellen Desktop innerhalb des Ressourcenpools.
  • Währenddessen werden die verschiedenen Host-VMs von einem Hypervisor erstellt, ausgeführt und gemanagt, welche die einzelnen virtuellen Desktop-Umgebungen enthalten.

Bereitstellungen von persistenten und nicht persistenten VDIs

Bei einer persistenten VDI meldet sich ein Benutzer immer am selben Desktop-Image an und alle Änderungen an den Anwendungen und Daten werden gespeichert. Dies ermöglicht eine vollständige Personalisierung. Bei einer nicht persistenten VDI werden hingegen keine Änderungen gespeichert.

Persistente VDIs funktionieren folgendermaßen:

  • Einem Benutzer wird bei der ersten Anmeldung ein standardisierter Desktop aus dem Ressourcen-Pool zugewiesen.
  • Bei jedem erneuten Zugriff auf die VDI-Umgebung wird der Benutzer wieder mit demselben Desktop verbunden. Alle Änderungen werden auf dem Image des virtuellen Betriebssystems gespeichert, auch wenn die Verbindung getrennt und wiederhergestellt wird.
  • Benutzer mit komplexen und schnellen digitalen Workflows können deshalb ihre Arbeit einfach dort wieder aufnehmen, wo sie damit aufgehört haben, und profitieren von einer umfassenden Personalisierung der virtuellen Anwendungen und Einstellungen des Desktops.

Nicht persistente VDIs funktionieren hingegen folgendermaßen:

  • Das Endgerät könnte jedes Mal mit demselben Desktop ODER mit einem anderen zufällig ausgewählten vom Pool verbunden werden.
  • Unabhängig davon werden alle Änderungen verworfen, wenn Sie die Verbindung trennen.
  • Da keine Daten gespeichert werden, wenn die Verbindung abgebrochen wird, muss die IT keine große Anzahl an benutzerspezifischen Betriebssystem-Images pflegen, was die Verwaltung und Kosten des Rechenzentrums minimiert.

Eine nicht persistente VDI-Implementierung ist gut für den einmaligen Zugriff auf einen Desktop geeignet, da sie das Endgerätemanagement für Kiosk- und Task-Worker rationalisiert, die nichts speichern müssen. Persistente VDIs eignen sich hingegen am besten für Benutzer, die virtuelle Desktops genau wie ihre physischen Pendants nutzen müssen.

Was sind die Anwendungsfälle für VDI?

VDI ist eine wichtige Technologie für zahlreiche Arbeitskräfte in vielen verschiedenen Branchen. Remote-Mitarbeiter, hybride Belegschaften, Auftragnehmer, Kiosk- und Task-Worker, Außendiensttechniker, medizinische Fachkräfte, Lehrer und viele andere nutzen regelmäßig VDI, um einen zuverlässigen virtuellen Desktop an einem oder mehreren Standorten zu verwenden. Die verschiedenen Bereitstellungstypen der VDI-Technologie sind äußerst vielseitig: Benutzer können mit dieser Virtualisierungstechnologie auf einen standardisierten nicht persistenten Desktop zugreifen oder ihren virtuellen Desktop in einen personalisierten digitalen Arbeitsplatz umfunktionieren.

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Was sind die Vorteile einer VDI?

VDI unterstützt Mobil- und Remote-Zugriff, denn der standardisierte Desktop kann überall von nahezu jedem bestätigten und kompatiblen Endgerät aufgerufen werden. Für Mitarbeiter, die häufig unterwegs sind, aber einen virtuellen Desktop mit vielfältigen virtuellen Anwendungen und Daten benötigen, ist VDI wie ein On-Demand-Büro. In dieser Hinsicht ergänzt VDI perfekt Workflows des digitalen Arbeitsplatzes, die bereits Cloud-, Web- und Mobil-Anwendungen für verschiedene Kontexte beinhalten. Das trifft insbesondere auf die persistente VDI zu.

Kosteneinsparungen

VDI-Technologie hat auch ein enormes Sparpotenzial für die IT. Der Großteil der VDI-Verarbeitung erfolgt über den Server, deshalb ist keine teure oder hochmoderne Hardware nötig. Der VDI-Zugriff kann über einen günstigen Thin Client erfolgen. Dazu eignet sich beispielsweise ein alter umfunktionierter Computer, der dadurch länger sinnvoll eingesetzt werden kann. So kommt die IT mit weniger Neuanschaffungen und Budgetanpassungen aus.

Höhere Sicherheit

VDI bietet eine höhere Sicherheit im Vergleich zu rein lokalen Bereitstellungen. Sämtliche VDI-Verbindungsdaten werden auf dem Server gespeichert, nicht auf dem Gerät. Sollte ein Endgerät gestohlen werden, lassen sich keine Daten aus seinem lokalen Speicher exfiltrieren. Zudem wird die VDI-Umgebung vollständig und zentral von einem Rechenzentrum aus kontrolliert.

Zentralisiertes Management

Administratoren können für alle virtuellen Desktops in der Bereitstellung Patches und Aktualisierungen anwenden, Konfigurationen ändern und Richtlinien durchsetzen. VDI ermöglicht also die exakte Kontrolle und sichere Isolierung von Betriebssystem-Images über einen zentralen Server, was weniger kompliziert ist, als mehrere Laptops mit lokalen Betriebssystemen zu verwalten.

Was sind die Einschränkungen einer VDI?

Die Infrastruktur virtueller Desktops bietet viele Vorteile, jedoch kann Sicherheit auch bei ihr nicht als selbstverständlich angesehen werden. Die Betriebssystem-Images müssen korrekt verwaltet und aktualisiert werden und die Endgeräte-Authentifizierung muss rigoros sein. Lösungen für digitale Arbeitsplätze können diesbezüglich mit SSO, hoher Endgerätesicherheit und starker Verschlüsselung für übertragene Daten helfen.

Die Leistung ist ein weiterer wichtiger Aspekt von VDI. Als VDI in den Nullerjahren erstmals der breiten Öffentlichkeit zugänglich wurde, lag ihre typische Leistung deutlich hinter der eines lokalen Betriebssystems. Im Laufe der Zeit hat sich dieser Unterschied deutlich verringert, doch Benutzer haben vielleicht manchmal immer noch das Gefühl, nicht die bestmögliche Leistung zu erhalten. Gelegentliche Leistungsoptimierungen und -prüfungen der VDI-Bereitstellung werden empfohlen, damit alle lösbaren technischen Probleme behoben werden.

Wie unterstützt VDI digitale Arbeitsplätze?

Wenn die gesamte Infrastruktur korrekt funktioniert, kann ein Benutzer, der vom Endgerät aus remote auf eine VDI-Lösung zugreift, die Anwendungen und die gespeicherten Daten wie bei einer lokalen Bereitstellung verwenden. Bei einem solchen Setup können Benutzer von praktisch jedem Gerät aus ohne spezifische Hardware sicher auf alle erforderlichen Ressourcen zugreifen.

Dank der Erweiterung durch Lösungen für praktisches Single Sign-On (SSO) und sicheren Remote-Zugriff können virtuelle Desktops auch zusätzlich zur wachsenden Anzahl an Cloud-, Web- und Mobile-Anwendungen ausgeführt und verwaltet werden, die zum festen Bestandteil moderner Workflows geworden sind. Mitarbeiter profitieren von einer einheitlichen Erfahrung für mehr Produktivität, während die IT Silos vermeidet und das Risiko unautorisierter Anmeldungen minimiert.

Das bedeutet, dass die VDI im Kontext einer Plattform für digitale Arbeitsplätze eine bessere Arbeitsumgebung ohne Kompromisse bei der Sicherheit ermöglicht. Eine zuverlässige, wirtschaftliche VDI-Lösung hilft bei der bedarfsgerechten Skalierung wichtiger Anwendungen und Services für immer mobilere und verteiltere Teams. Als Teil digitaler Arbeitsplätze stellt VDI konsistenten Benutzerkomfort auf allen Geräten wie PCs, Tablets, Smartphones und Thin Clients bereit und verleiht Mitarbeitern und Auftragnehmern so einen hohen Grad an Freiheit bei ihrer Arbeit.

Citrix-Lösungen für VDIs

Citrix verfügt über ein vielseitiges Portfolio an Lösungen zur Desktop-Virtualisierung für Unternehmen jeder Art und Größe. Citrix Virtual Apps and Desktops macht VDI intuitiv und kostengünstig, damit Benutzer Zugriff auf alle nötigen Anwendungen haben und aktuelle digitale Arbeitsplätze produktiv nutzen können. Zusammen mit Citrix Workspace stellt es die bestmögliche VDI-Erfahrung sicher, indem Mitarbeiter umfassenden und sicheren Zugriff auf alle nötigen Ressourcen erhalten, um von überall produktiv zu sein.

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