Von Anfang an digital: Die nächste Generation der Führungskräfte zeigt der Unternehmensleitung von heute, worauf es ankommt

Wir stellen vor: die Digital Natives, die nächste Generation der Wissensarbeiter und in jeder Hinsicht der wichtigste Faktor für den langfristigen Unternehmenserfolg.

BERICHT | Lesedauer: 6 Min.
25. Mai 2021

Sowohl Millennials (geb. 1981 bis 1996) als auch die Generation Z (geb. 1997+) sind von Anfang an digital aufgewachsen und mögen noch jung erscheinen, aber sie bilden bereits heute einen Großteil der Belegschaft und beeinflussen die Arbeitswelt auf eine schwer zu betrachtende Weise. Doch durch das Verständnis der einzigartigen Anforderungen dieser aufstrebenden Gruppe von Arbeitnehmern – der Anforderungen, die in dieser digitalen Veranstaltung beleuchtet werden – positionieren die Führungskräfte von heute ihr Unternehmen für das Wachstum im wirtschaftlichen Umfeld von morgen.

Für diese Generation sind digitale Technologieplattformen eine Lebensweise, welche die Arbeit, die Pflege von Kontakten und die Informationsgewinnung umfasst und durch vor einem Jahrzehnt kaum vorstellbare Systeme ermöglicht wird. Das ist die erste Arbeitnehmergruppe, die in einer vollständig digitalen Welt aufwächst. Die Jüngsten unter ihnen, die ihre Karriere während der Pandemie begannen, kennen nur eine Arbeitswelt mit Remote-Arbeit als Normalität.

Die in das digitale Zeitalter geborene Generation erbt eine Arbeitswelt, die sich im Wandel befindet. Die Covid-19-Pandemie kühlte die Weltwirtschaft zunächst ab, hat aber auch die Einführung von Technologien beschleunigt, die hybride oder flexible Arbeitsmodelle ermöglichen. Angespornt von der Massenbewegung in Richtung Remote-Betrieb sind traditionelle Vorstellungen der Firmenkultur auf den Kopf gestellt worden.

Wer befindet sich in einer Position, um von diesem Umbruch zu profitieren? Die neue Forschung von Fieldwork by Citrix „Der Digital-Native-Effekt: Junge Arbeitnehmer und die neue Wissensökonomie“ verdeutlicht, dass Unternehmen davon profitieren, die Erkenntnisse und Gaben ihrer jungen Arbeitnehmer zu nutzen. Die Digital Natives haben ihre eigenen Visionen für die Zukunft der Arbeit und werden eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung dieser Zukunft spielen. Die Frage ist, ob Führungskräfte die Verwirklichung dieser Vision unterstützen werden?

Obwohl die Digital Natives in der Belegschaft gut vertreten sind, deutet der neue Bericht von Fieldwork by Citrix darauf hin, dass sie von der Chefetage nicht gut verstanden werden. Dadurch entsteht den Unternehmen ein deutlicher Nachteil. Nur ein 1-prozentiger Anstieg der Digital-Natives-Arbeitnehmer in einem Land (im Vergleich zum globalen Durchschnitt) ist mit einem Anstieg der Profitabilität um 0,9 Prozentpunkte in Bezug auf die EBITDA-Marge (Erträge vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisierung) für die dort ansässigen Unternehmen verbunden. Führungskräfte, die es versäumen, Digital Natives für sich zu gewinnen, diese Arbeitskräfte zu halten und zu binden, verlieren effektiv Milliarden oder sogar Billionen Dollar an potenziellen Einnahmen.

0,9 %
Erhöhung der EBITDA-Marge für jedes 1 % des überdurchschnittlichen Einsatzes von Digital-Native-Arbeitskräften.

Schauen wir uns das einmal genauer an: „Der Digital-Native-Effekt“ leitet sich aus zwei Meinungsumfragen ab – eine wurde unter Führungskräften und eine unter Digital-Natives-Mitarbeitern durchgeführt, unterstützt durch ein maßgeschneidertes Wirtschaftsmodell. Innerhalb der letzteren Gruppe identifizierten wir die Generation Remote – Arbeiter der Generation Z, die während der globalen Covid-19-Pandemie in die Belegschaft eintraten.

Im Laufe der Forschungsarbeit fand Fieldwork von Citrix heraus, dass diese Gruppen bei ihrer Arbeitsweise um Welten auseinanderliegen. Wie wir in „Work 2035: Wie Menschen und Technologie neue Arbeitsweisen ermöglichen werden“ gelernt haben, unterscheiden sich die Vorstellungen von Führungskräften und Mitarbeitern über die Zukunft der Arbeit. Während Führungskräfte eine Belegschaft antizipieren, in der Menschen durch Technologie unterstützt werden, fürchten Digital-Natives-Mitarbeiter eine Welt, in der sie durch die Technologie ersetzt werden. Und während viele Führungskräfte der Wirtschaft das Gefühl haben, dass sie aus einem Büro heraus arbeiten müssen, sind die Digital Natives beim Thema physische Arbeitsplätze gespalten. Außerdem ist die Gruppe der Digital Natives auch selbst gespalten, weil ein Teil von ihnen nie einen Fuß in ein traditionelles Büro gesetzt hat.

Ein proaktiver Umgang mit diesen unterschiedlichen Sichtweisen ist für den Erfolg der Unternehmen erforderlich. Und für Digital Natives unerlässlich, damit sie die Zukunft nach ihren Vorstellungen mitgestalten. Und die Zukunft gehört nun einmal ihnen. Obwohl sie vielleicht noch jung sind, werden die Digital Natives die Vorstandsebene schon bald besetzen. Bevor sie jedoch dorthin gelangen, betrachten wir, wie die jetzigen Führungskräfte damit beginnen können, die Bedürfnisse dieser zukünftigen Führungskräfte zu erfüllen – und dabei zu helfen, die Vitalität ihrer Unternehmen bis in die Zukunft zu gewährleisten.

Unsere Methode

Wir haben zwischen November 2020 und Februar 2021 3.000 quantitative Interviews in zwei Gruppen von Wissensarbeitern durchgeführt:

  • 2.000 Digital-Natives-Mitarbeiter (Alter 18–40) in großen, etablierten Unternehmen und im Mittelstand. Diese Kohorte bestand aus 750 Befragten der Generation Z und 1.250 Befragten der Generation Y (Online-Umfrage).
  • 1.000 Geschäftsführer innerhalb großer, etablierter Unternehmen und im Mittelstand (Telefon- und Online-Umfrage).

Drei wichtige Möglichkeiten

Unsere Forschung identifizierte drei Chancen, die dazu beitragen können, dass Digital Natives ihr volles Potenzial ausschöpfen und Unternehmen weiter erfolgreich sein können. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Sie auf die eigenen Bedingungen dieser digitalen Kohorte eingehen und ein neues Kapitel in Ihrer Innovationsgeschichte aufschlagen können.

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Neue Wege für das Büro

Der Kampf um ein flexibleres Arbeitsumfeld begann nicht mit den Digital Natives und wird mit ihnen auch nicht zu Ende gehen. Die Mitarbeiter fordern mehr Remote-Arbeit schon seit langer Zeit, aber vor der Pandemie hielt sie die Unternehmenspolitik zurück. Die Digital-Native-Mitarbeiter sind nicht die Ersten, die diese Forderungen stellen, sie sind jedoch der Wendepunkt. Ihre Bedürfnisse – die jetzt von vielen geteilt werden – bringen die alten Ansichten zu Fall. Für das Erfüllen dieser Bedürfnisse gilt es zu überdenken, wie und wo die Arbeit erledigt wird.

Führungskräfte müssen erkennen, dass gute oder sogar großartige Arbeit sowohl außerhalb als auch innerhalb der Bürowände geleistet werden kann. Sie müssen eine Employee Experience schaffen, die Digital-Native-Mitarbeitern flexible virtuelle und physische Umgebungen bieten. Diese Umgebungen sollten intuitiv, intelligent und personalisiert sein.

Remote-Arbeit wird für die Zukunft der Digital Natives ein wichtiger Bestandteil bleiben. Aber nur weil jüngere Mitarbeiter sich mit der Remote-Arbeit wohler fühlen, bedeutet das nicht, dass physische Büros komplett verschwinden werden. Vorausgesetzt, sie bieten einen Raum zur Zusammenarbeit, behalten traditionelle Arbeitsumgebungen weiterhin ihren Stellenwert. Die Pandemie hat den Status quo umgestaltet, und das traditionelle Büro wird nicht von einem Makeover verschont bleiben, aber es hat zumindest vorerst noch nicht vollständig ausgedient.

Die Schaffung einer besseren, gerechteren Arbeitsumgebung ist ein gemeinsames Projekt, keines, das vom Management nach unten wachsen kann. Die Digital Natives haben es geschafft, sich an die Gegenwart anzupassen. Es gibt viel, was sie über das Bild der Zukunft lehren können – und so sollten sie ihren Unternehmen dabei helfen, über die kommenden Jahrzehnte erfolgreich zu sein.

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