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Augmentierte Mitarbeiter, zentralisierte Unternehmen

In dieser Welt dominieren große Unternehmen mit großen, festen Belegschaften die meisten Branchen, und menschliche Arbeitskräfte und Menschmaschinen werden durch eine superproduktive Partnerschaft mit Technologie angetrieben.

REPORT | Lesezeit 4 min.
13. Oktober 2020

Eine Vielzahl von Technologien hat die Produktivität erhöht. Sie sind eng mit menschlichen Mitarbeitern verknüpft und zeichnen sich durch „KI-Engel“ aus – digitale Assistenten, die auf eine Fülle von persönlichen und arbeitsplatzbezogenen Daten zurückgreifen. Ihre Aufgabe ist, Mitarbeitern zu helfen, ihre Zeit möglichst effektiv und effizient zu nutzen. Vom Umplanen von Meetings auf Basis des Blutzuckerspiegels der Mitarbeiter bis zur Anregung von Änderungen wegen der mentalen Einstellung ist alles möglich. Je mehr Daten erfasst werden, desto größer sind die potenziellen Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg.

Wenn Arbeitnehmer Bedenken gegen dieses Maß an Überwachung äußern, argumentieren Arbeitgeber, dass es zu ihrem Vorteil sei. Mitarbeiter, die sich weiter sträuben, erhalten „Stimmungsaufheller“, die sie zu mehr Produktivität anspornen.

Obwohl große Unternehmen bestimmte Sektoren dominieren, gibt es immer noch kleine Unternehmen, die kostengünstige Dienstleistungen anbieten. Innovationen sind jedoch eher in größeren Unternehmen angesiedelt oder werden finanziert und dann in den Hauptteil der Organisation absorbiert. Algorithmen werden ständig neu verdrahtet, um maximale Wirkung zu erzielen, und datenintensive Lösungen gewähren einen deutlichen Vorteil.

Nähere Betrachtung

Große Unternehmen nutzen die Daten ihrer Mitarbeiter, um deren Zeit und Produktivität besser zu verwalten. Je größer ein Unternehmen ist, desto mehr Daten kann es auswerten. So werden die größten Unternehmen jeder Branche weiter wachsen. Unternehmen profitieren von gesteigerter Produktivität durch die erfolgreiche Integration von Mensch und Technologie. Es gibt Millionen von Möglichkeiten zur Datenerfassung, sodass Führungskräfte ein sich ständig weiterentwickelndes Bild ihrer Arbeitsplätze und ihrer Belegschaft haben.

Arbeitnehmer genießen sinnvollere Arbeit, und Technologie verbessert ihre Leistung kontinuierlich. Aber sie müssen entscheiden, wie sie dazu stehen, dass ihre Daten – ihr wertvollstes Gut – von ihrem Arbeitgeber überwacht und kontrolliert werden. Einige Unternehmen bieten Boni für Mitarbeiter, die ihre Datenrechte abtreten. Andere bieten „Datensicherheit“ als Mitarbeiterzulage.

Heutiger Stand

Diese Welt stimmt am ehesten mit der Zukunft überein, die sich die heutigen Führungskräfte vorstellen. Die überwiegende Mehrheit der Führungskräfte (82 %) glaubt nicht, dass festangestellte Mitarbeiter im Jahr 2035 die Ausnahme sein werden. Die meisten sind jedoch zuversichtlich, dass die Arbeitnehmer der Zukunft durch eine Vielzahl von innovativen Entwicklungen unterstützt werden. Dazu gehören unter anderem tragbare Technologien oder NFC-Chip-Implantate, die mit Unternehmenssystemen interagieren, KI-Systeme, die Mitarbeiter zur Verbesserung ihrer Leistung „anstupsen“, Brillen mit Augmented-Reality (AR), z.B. in der Industrie, sowie persönliche KI-Assistenten.

Mehr als 75 % aller Befragten glauben, dass Technologie und KI im Jahr 2035 bedeutende Faktoren bei der Qualifizierung menschlicher Arbeitskräfte sein werden. Und 78 % glauben, dass Unternehmen und Mitarbeiter in dem Bestreben, einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen, hochgradig angepasste technologische Schnittstellen haben werden. Diese sollen sowohl die Arbeitsgewohnheiten als auch den Output verbessern. Drei Viertel der Führungskräfte glauben, dass die Führungsetage bis 2035 teilweise durch Technologie ergänzt werden wird.

Eine Mehrheit der Befragten gab an, dass sie eine verstärkte Überwachung begrüßen würden, wenn sich dadurch ihre Leistung und Vergütung deutlich verbessern würde: 91 % der Führungskräfte im Vergleich zu 73 % der Mitarbeiter. Die Antworten variierten jedoch leicht nach Region. In den USA antworteten durchschnittlich nur 73 % positiv, in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden dagegen 81 %.

Fast die Hälfte aller Befragten (48 %) wären bereit, NFC-Chip-Implantate im Körper zu tragen, wenn sich dadurch ihre Leistung und Vergütung signifikant verbessern würde. Allerdings wären nur 31 % der Führungskräfte dazu bereit, verglichen mit 57 % der Mitarbeiter.

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der Befragten wären bereit, NFC-Chip-Implantate in ihrem Körper zu haben.