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Work 2035

Wie Menschen und Technologie neue Arbeitsweisen ermöglichen werden

ARTIKEL | Lesedauer: 4 Min.
19. September 2020

Digitale Kluft

(Nomen, \ digitál \ Klúft \): Die Arbeitswelt der Zukunft aus Sicht von Führungskräften und aus Sicht von Mitarbeitern.

Um eine neue Zukunft zu schaffen, müssen wir sie uns zuerst vorstellen. Nirgends unterliegt unsere Zukunft einem größeren Wandel als in der Arbeitswelt.

Die COVID-19-Pandemie hat viele Unternehmen dazu gezwungen, ihre Arbeitsweise zu überdenken. Beinahe über Nacht wurde eine neue Zukunft in der Arbeitswelt eingeläutet. Die Frage, „wann“ sich die Employee Experience ändern wird, stellt sich nicht mehr. Die Zukunft ist bereits im Hier und Jetzt angekommen. Wie können Führungskräfte, Entscheidungsträger und jeder Einzelne von uns die gewaltigen Kräfte, die unsere Welt formen, verstehen, um die Zukunft zu schaffen, die wir uns alle wünschen?

Citrix befragte Akademiker, Führungskräfte und Mitarbeiter in den USA und Europa und erstellte daraus eine zweiteilige Forschungsstudie, bei der es darum ging, einen Einblick in die Arbeitswelt im Jahr 2035 zu erhalten. Welche Chancen bietet uns die Zukunft? Was kann den Fortschritt behindern? Wie können Menschen Technologie nutzen, um die besten Ergebnisse für ihr Unternehmen und sich selbst zu erzielen?

In der ersten Phase der Studie führten wir Gespräche mit einigen der weltweit führenden Experten zum Thema „Zukunft der Arbeitswelt“. Wir konnten daraus zwei wichtige Aspekte gewinnen, die die Grundlage unserer Szenarien für die Zukunft der Arbeitswelt bilden: „durch Technologie ersetzte Mitarbeiter“ – durch Technologie verbesserte Mitarbeiter“ sowie „eine zentralisierte Arbeitswelt“ – „eine dezentralisierte Arbeitswelt“. Anhand dieser Aspekte erstellten wir verschiedene Szenarien für die Arbeitswelt im Jahr 2035.

In der zweiten Phase unserer Studie befragten wir Mitarbeiter und Führungskräfte. Die Ergebnisse hauchten unseren Szenarien Leben ein und wir konnten feststellen, welche dieser Welten Führungskräfte und Mitarbeiter am ehesten auf sich zukommen sehen.

Unsere Studienergebnisse geben Anlass zu Optimismus. 77% aller Befragten gaben an, dass sie davon ausgehen, dass KI Entscheidungen bis 2035 deutlich beschleunigen wird. Die Mehrheit der Befragten ist sich einig, dass technologische Schnittstellen die Produktivität und Leistung von Mitarbeitern in der Zukunft verbessern werden. Unsere Studie hat aber auch eine große digitale Kluft festgestellt – die Art und Weise, wie Führungskräfte und Mitarbeiter die Zukunft der Arbeitswelt wahrnehmen.

73
%

der Führungskräfte sind der Ansicht, dass Technik und KI die Produktivität von Mitarbeitern bis 2035 mindestens verdoppeln werden.

39
%

der Mitarbeiter sind der Ansicht, dass Technik und KI ihre Produktivität bis 2035 mindestens verdoppeln werden.

Zwar geben fast drei Viertel (73%) der Führungskräfte an, dass Technologie und KI die Produktivität von Mitarbeitern bis 2035 verdoppeln werden, doch nur 39% der Mitarbeiter teilen diese Meinung. Nur wenige Führungskräfte (19%) gehen davon aus, dass es bis 2035 einen deutlichen Rückgang festangestellter Mitarbeiter geben wird. Die Mehrzahl der Mitarbeiter (60%) sieht das anders.

MITARBEITER SEHEN DIE ZUKUNFT DER ARBEITSWELT MIT ANDEREN AUGEN ALS FÜHRUNGSKRÄFTE.

Obwohl über drei Viertel der Führungskräfte der Ansicht sind, dass Unternehmen Abteilungen für die Verwaltung von KI und Cybercrime-Einsatzteams schaffen werden, glauben weniger als die Hälfte der Mitarbeiter an eine Schaffung dieser Abteilungen bis 2035. Während die meisten Führungskräfte für die Zukunft starke Unternehmensstrukturen mit einer blühenden Partnerschaft zwischen Mensch und Technik sehen, stellen sich Mitarbeiter die Zukunft weniger rosig vor. Sie gehen davon aus, dass große Konzerne nicht mehr führend sein werden und die Technologie viele Arbeitsplätze ersetzt.

Die Ergebnisse sind ernüchternd: Diese digitale Kluft darf nicht ignoriert werden. Ansonsten laufen Führungskräfte Gefahr, den potenziellen Mehrwert und die Vorteile einer technikgesteuerten Zukunft nicht umsetzen zu können.

Wir möchten Sie auf die Implikationen der einzelnen Arbeitsmodelle vorbereiten, damit Sie Strategien entwickeln können, die sicherstellen, dass 2035 sowohl das Jahr der Unternehmen als auch das Jahr der Mitarbeiter wird. Unternehmen sollten alle möglichen Szenarien in Betracht ziehen. Nur so können sie Kurs auf eine Zukunft nehmen, in der es sich lohnt, zu arbeiten.

4 Arbeitsmodelle

Szenario

Citrix hat es sich zum Ziel gesetzt, anhand eines mehrstufigen Prozesses die neuesten Informationen zur Arbeitswelt und Technologie der Zukunft zu sammeln. Im Rahmen dieser Analyse fanden Gespräche mit Experten auf diesem Gebiet statt, gefolgt von diversen Workshops. Ziel war es, die Aspekte ausfindig zu machen, die den vier plausiblen Szenarien für die Zukunft zugrunde liegen.

Meinungsumfragen

Wir führten 500 Gespräche mit Führungskräften und 1.000 Gespräche mit Mitarbeitern mittlerer und großer Unternehmen, die mindestens 250 Mitarbeiter (500 Mitarbeiter in den USA) beschäftigen. Berücksichtigt wurden Unternehmen in den Branchen Finanzdienstleistungen, Gesundheitswesen und Biowissenschaften, Einzelhandel, Fertigung, professionelle Dienstleistungen und Telekommunikation, Medien und Technologie.

Im Mai 2020 wurde eine weitere Umfrage mit 300 Führungskräften durchgeführt, um die Auswirkungen von COVID-19 auf die Meinungen zur Zukunft in der Arbeitswelt genauer unter die Lupe zu nehmen.

Eine Brücke schlagen

Führungskräfte und Mitarbeiter können gemeinsam von der Zukunft profitieren. Die Voraussetzung ist jedoch, dass die digitale Kluft verstanden, eingehend analysiert und überwunden wird. Ignoriert man sie, könnte die Revolution der Arbeitswelt schnell ins Stocken geraten. Der größte Fallstrick gemäß unserer Studie: Führungskräfte und Mitarbeiter sind sich uneins darüber, welches der vier Arbeitsmodelle 2035 das Rennen machen wird.

Das Modell der „Platform Plugins“, eine Welt, in der Arbeitsplätze durch Technik ersetzt und Festanstellungen Mangelware werden, wurde von Mitarbeitern als das wahrscheinlichste Arbeitsmodell für das Jahr 2035 identifiziert. Führungskräfte setzen ihre Hoffnung dagegen auf das Modell „Powered Productives“. Hier stehen eine leistungsstarke Produktivität und Festanstellungen im Mittelpunkt. Die Technologie ist lediglich eine Unterstützung für Mitarbeiter, um das Beste aus sich herauszuholen. Um diese Meinungsverschiedenheit aus dem Weg zu räumen, müssen Führungskräfte umfassende Weiterbildungsmaßnahmen forcieren, um Mitarbeiter auf den neuesten Stand zu bringen. Darüber hinaus müssen Sie eine überzeugende Zukunftsvision schaffen, in der die Technologie lediglich unterstützend eingesetzt wird und Mitarbeiter keinesfalls ersetzt.

COVID-19 und die damit einhergehenden Veränderungen haben gezeigt, wie unvorhersehbar die Zukunft ist. Kaum jemand hätte die aktuellen Umstände vorhersehen können. Wie soll es dann möglich sein, vorherzusehen, wie die Arbeitswelt in 15 Jahren aussehen wird? Die Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass es in unserer Hand liegt, eine optimale Arbeitswelt zu schaffen. Mit Planung und Rücksicht können wir eine Arbeitswelt schaffen, die Unternehmen und Mitarbeitern gleichermaßen dient – eine Arbeitswelt, in der jeder Tag bedeutungsvoll ist.

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