Was ist ein digitaler Arbeitsplatz?

Ein digitaler Arbeitsplatz ist ein Framework mit integrierter Technologie für die Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen, Daten und Desktops. Mitarbeiter können dadurch in Echtzeit auf ihre Anwendungen und Daten zugreifen – unabhängig vom verwendeten Gerät, vom Standort und von der Speicherung mit Cloud-Services oder im Rechenzentrum. Die erfolgreichsten Lösungen für digitale Arbeitsplätze bieten der IT und dem Endbenutzer eine einheitliche, kontextbezogene und sichere Erfahrung.

Weitere Themen rund um den digitalen Arbeitsplatz:  

Was beinhaltet ein digitaler Arbeitsplatz?

Zu den wichtigsten Komponenten eines einheitlichen, sicheren kollaborativen Arbeitsplatzes gehören:

  • Anwendungs- und Desktop-Virtualisierung, die Mitarbeitern einfachen Remote-Zugriff auf alltägliche Ressourcen von außerhalb des Büros ermöglicht
  • Tools für Dateiaustausch und Content Collaboration, mit denen Teams Inhalte auf jedem Gerät erstellen, bearbeiten und überprüfen können, während IT-Teams mehr Kontrolle erhalten
  • Einheitliches Endgeräte-Management, das alle persönlichen Laptops, Firmen-PCs, Smartphones, Tablets und mehr in eine zentrale Management-Konsole integriert
  • Single Sign-On (SSO) für schnellen, sicheren Zugriff auf alle Anwendungen, die Mitarbeiter täglich benötigen

Was sind die Vorteile eines digitalen Arbeitsplatzes?

Ein moderner digitaler Arbeitsplatz kann gegenwärtige Arbeitsplätze in mehreren wichtigen Punkten bereichern:

  1. Bessere Employee Experience
    Eine Lösung für einen digitalen Arbeitsplatz kann Ihnen helfen, durch eine flexiblere Arbeitsweise die Employee Experience zu verbessern, sodass Sie die besten Mitarbeiter für das erfolgreiche Wachstum des Unternehmens gewinnen und binden können. Da sich Geschäftsprozesse von überall aus abschließen lassen, können Mitarbeiter Standort, Gerät und Arbeitszeit für sie ideal auswählen.
  2. Erweiterte Sicherheit und Stärkung des Datenschutzes
    Ein digitaler Arbeitsplatz sorgt für mehr Sicherheit, da die IT umfassende Einblicke in Netzwerk-Traffic, Benutzer und Endgeräte erhält und dadurch leichter denn je mit internen und externen Bedrohungen Schritt halten kann. Digitale Arbeitsplätze nutzen maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz, um Unternehmensdaten vor Hackerangriffen, Malware und Fehlern von Endbenutzern zu schützen – lange bevor sie stattfinden. Darüber hinaus sorgt der SSO-Zugriff auf alle Anwendungen und Daten dafür, dass Benutzer weniger Passwörter verwalten müssen – was weniger Risiken für das Unternehmen bedeutet.
  3. Flexible Auswahl von Technologien für Ihr Unternehmen
    Ein digitaler Arbeitsplatz erleichtert Unternehmen die Einführung neuer Technologien und den Umstieg in die Cloud. Bedenken hinsichtlich der Sicherheit oder der Beeinträchtigung des Benutzerkomforts werden dabei ausgeräumt. Mit einem digitalen Arbeitsplatz erhalten die Mitarbeiter zentralen Zugriff auf SaaS-, Web-, mobile und virtuelle Anwendungen. Und die IT kann alles über eine einheitliche Back-End-Konsole verwalten. Erweiterte Sicherheitskontrollen für SaaS- und Webanwendungen sorgen für eine kontrollierte Arbeitsumgebung, in der die IT den Mitarbeitern die gewünschten und vertrauten Anwendungen bereitstellen kann.

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Welche Anwendungsfälle gibt es für einen digitalen Arbeitsplatz?

Hybride und Remote-Arbeit

Mit einem digitalen Arbeitsplatz können Remote-Mitarbeiter alle möglichen Ressourcen nutzen: von älteren Unternehmensanwendungen bis hin zu Cloud-basierten Anwendungen wie Microsoft 365. Diese müssen an die Unternehmensrichtlinien für die Erstellung und Nutzung vertraulicher Daten angepasst sein.

Wenn beispielsweise ein strengen Auflagen unterliegendes Callcenter hybride Arbeit unterstützt, kann ein digitaler Arbeitsplatz dazu beitragen, auch bei der Arbeit im Home-Office den Standard PCI-DSS einzuhalten. Auf Geschäftsreisen ermöglicht ein digitaler Arbeitsplatz den Mitarbeitern, ihre Arbeit per WLAN im Flugzeug, im Hotel und im Ausland zu erledigen. Dabei kann der Zugriff auf Anwendungen und Inhalte gemäß dem Risiko der jeweiligen Situation eingeschränkt werden. Im Gesundheitswesen können Klinik- und Honorarärzte sofortigen Zugriff auf sensible Daten nutzen, unabhängig von ihrem Standort.

Wissensarbeiter (Knowledge Worker)

Angestellte, die an streng geheimen Projekten arbeiten, müssen geistiges Eigentum und vertrauliche Informationen aufbewahren, die von einem kleinen, definierten Team genutzt werden. Mit einem digitalen Arbeitsplatz können alle Inhalte standardmäßig verschlüsselt werden, sodass nur das zuständige Team Zugriff hat – selbst wenn die Daten versehentlich in die falschen Hände geraten oder gestohlen werden. Dazu gehören Unterlagen von Drittanbietern, z. B. externe Rechtsberater. Für M&A-Teams kann ein digitaler Arbeitsplatz zudem getrennte Organisationen verbinden. Dabei werden Ressourcen nach Bedarf integriert oder isoliert.

Auftragnehmer und externe Mitarbeiter

Viele Unternehmen beschäftigen Auftragnehmer und externe Mitarbeiter. Die Verwaltung der einzigartigen Anforderungen kann dabei jedoch eine Herausforderung darstellen. Es kann z. B. kompliziert sein, diesen Arbeitskräften Zugriff auf Unternehmensanwendungen und -daten zu gewähren, da sie womöglich nicht in der Active-Directory-Gruppe des Unternehmens aufgeführt sind und deshalb nicht übersichtlich verwaltet werden können. Darüber hinaus haben sie wahrscheinlich keine Zeit, sich mit den nötigen Anwendungen vertraut zu machen, die sich von Auftraggeber zu Auftraggeber unterscheiden können. Ein digitaler Arbeitsplatz kann den Zugriff in jedem dieser Bereiche vereinfachen und optimieren.

Wie entwickeln sich digitale Arbeitsplätze weiter?

Das ursprüngliche Konzept des digitalen Arbeitsplatzes sah die Bereitstellung eines einheitlichen Zugriffs auf Anwendungen und Daten vor. Für die Anforderungen moderner Mitarbeiter ist das aber nicht mehr ausreichend. Die meisten Mitarbeiter wechseln ständig zwischen Anwendungen und Aufgaben.

Der digitale Arbeitsplatz der Zukunft muss maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz einsetzen, um Mitarbeitern zu helfen, ihre Arbeit zielgerichtet und fokussiert zu erledigen und weniger Zeit für den Wechsel zwischen verschiedenen Tools zu verschwenden. Automatisierung alltäglicher Aufgaben, personalisierte Informationen und Priorisierung wichtiger Maßnahmen sind nur ein Teil der Möglichkeiten, die eine Lösung für digitale Arbeitsplätze bietet, um Effizienz und Produktivität zu steigern.

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