Verständnis für die Generation Remote

Wie schaffen Sie eine Bürokultur in einer Generation, die noch nie im Büro gearbeitet hat?

BERICHT | Lesedauer: 7 Min.
25. Mai 2021

Kurzfassung

  • Eine Untergruppe der Digital-Native-Generation begann ihre Karriere während der Pandemie und kennt bislang nur eine Unternehmenskultur, in der Remote-Arbeit die Norm ist.
  • Sie hat nur begrenztes Interesse daran, in einer gemeinsamen physischen Umgebung zu arbeiten, sobald die Pandemie vorbei ist.
  • Die Generation Remote schätzt Zusammenarbeit und Flexibilität mehr als die breitere Gruppe an Digital-Native-Arbeitnehmern.
  • Sie sorgen sich auch mehr um ihre Beschäftigung als ihre älteren Kollegen.

Generation Remote bezieht sich auf die Untergruppe der Mitarbeiter aus Generation Z, die ihre Karriere ab März 2020, d. h. während der Covid-19-Pandemie, begonnen hat. Diese Mitarbeiter kennen nur diese Form der Arbeit und – Achtung Spoiler – sie sind auch nicht abgeneigt, das so beizubehalten.

Sie haben richtig gelesen. Die Mehrheit der Generation Remote hat nur ein geringfügiges Interesse an der Arbeit in einem physischen Büro. Aber das mangelnde Interesse sollte nicht mit Apathie verwechselt werden. Diese Generation ist hochmotiviert und voller Tatendrang, wenn auch mit klaren Zielen.

Hier erfahren Sie, wie sich Remote-Arbeit auf die Werte und Bestrebungen der Generation Remote ausgewirkt hat.

Ein genauerer Blick

Im Vergleich zur breiteren Gruppe der Digital-Native-Mitarbeiter kümmert sich die Generation Remote tiefgreifender um eine gute Work-Life-Balance. Fast neun von 10 Befragten der Generation Remote sagen, dass dieser Punkt für sie sehr wichtig sei. Damit wird er für diese Gruppe zur obersten Priorität, während für den Rest der Digital Natives die „Zufriedenheit bei der Arbeit“ mehr Bedeutung hat.

Interessanterweise unterscheiden sich auch die Anforderungen von Generation Remote von denen anderer Mitarbeiter der Generation Z, die eine Büroumgebung kennen. Die überwiegende Mehrheit der Generation Remote, 86 Prozent, sagt, dass eine hochkollaborative Unternehmenskultur bei der Auswahl eines Arbeitgebers wichtig für sie sei, im Vergleich zu nur 77 Prozent der Mitarbeiter der Generation Z, die vor März 2020 ihre Arbeit aufgenommen haben.

Das ist nur die Ausgangsbasis für die bemerkenswerten Eigenschaften der Generation Remote. Im Vergleich zu ihren älteren Digital-Natives-Kollegen kümmert sich Generation Remote mehr um den Sinn ihrer Arbeit und das Gefühl, „Gutes zu tun“. Aber mit diesen höheren Standards geht eine stärkere Beschäftigungsangst einher. Generation Remote begann ihre Arbeit in einer Zeit wirtschaftlicher Instabilität und sie macht sich mehr Sorgen um den Verlust ihres Arbeitsplatzes als die älteren Kollegen.

Dies kann auch ein Grund dafür sein, weshalb die Mehrheit der Generation Remote auch nach der Pandemie am liebsten weiterhin die meiste oder die ganze von zu Hause aus arbeiten möchte. Sechs von zehn Mitarbeitern der Generation Remote befürworten eine dieser Optionen, im Vergleich zu nur 46 Prozent der Mitarbeiter der Generation Z, die bereits vor der Pandemie zu arbeiten begonnen haben.

Entscheidend ist, dass Technologien für den Arbeitsplatz eine wichtige Rolle bei der Bindung der Mitarbeiter der Generation Remote spielen werden. Das virtuelle Büro muss so viel zwischenmenschliche Kontakte fördern wie das persönliche Büro, das diese jungen Mitarbeiter noch nie erlebt haben. Unternehmen, die dieser einzigartigen Kohorte ein Gefühl der Unternehmenskultur und Zugehörigkeit erfolgreich vermitteln, können mit den besten Arbeitsergebnissen dieser Generation rechnen.

Dabei lohnt es sich, über flüchtige Nebenleistungen oder Unternehmens-T-Shirts hinauszugehen. Die Digital Natives sehnen sich nach immateriellen Werten wie Vertrauen, Anerkennung und einer kollaborativen Umgebung. Lesen Sie weiter, um Taktiken zu erfahren – sowie einige harte Wahrheiten –, die Ihnen helfen können, die Digital Natives besser kennenzulernen.

87 %

der Generation Remote setzen eine „gute Work-Life-Balance“ ganz oben auf die Liste ihrer Anforderungen für den Job.

57 %

der Generation Remote sagen, dass sie während der Pandemie Ängste geplagt haben, ihren Job zu verlieren.

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