Den Arbeitsplatz für die Zukunft fit machen

Wie können Sie eine fließendere, flexiblere Vorstellung der Arbeitsweisen fördern?

BERICHT | Lesedauer: 7 Min.
25. Mai 2021

Kurzfassung

  • Etwas mehr als die Hälfte der Digital-Native-Mitarbeiter möchte auch nach der Pandemie die meiste oder die ganze Zeit von zu Hause aus arbeiten.
  • Obwohl Flexibilität geschätzt wird, halten die meisten an der klassischen Fünftagewoche fest.
  • Wenn Unternehmen das Potenzial der Digital Natives entfalten, erhalten sie (und die entsprechenden Länder) einen messbaren Wettbewerbsvorteil.
  • Weltweit müssen Unternehmen in EX (Employee Experience) investieren, um zukünftige Führungskräfte auszubilden und zum Erfolg zu verhelfen.

Das Jahr 2035 stellt einen doppelten Meilenstein für die Digital Natives dar. Es ist nicht nur das Jahr, in dem Technologie möglicherweise beginnt, das Tempo menschlicher Mitarbeiter zu schlagen; es ist auch der Punkt, an dem Digital Natives effektiv die Geschäftswelt beherrschen werden. Führungskräften bietet sich die beispiellose Möglichkeit, aktiv diese Zukunft mitzugestalten – mit ihren Werten, ihrem Scharfsinn, ihren Ambitionen – indem sie heute in Digital-Native-Mitarbeiter investieren.

Aber ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil lässt sich nicht einfach erreichen, indem „mehr junge Menschen eingestellt werden“. Führungskräfte müssen proaktiv die positiven, kollaborativen und flexiblen Umgebungen aufbauen, die Digital-Native-Mitarbeiter von der Wissensökonomie nach der Pandemie verlangen.

Ein genauerer Blick

Unsere Forschung ergab, dass mehr als die Hälfte der Digital-Native-Mitarbeiter (51 Prozent) die meiste oder ganze Zeit von zu Hause aus arbeiten möchte, während nur 28 Prozent die meiste oder ganze Zeit ihrer Arbeit im Büro verbringen wollen. Führungskräfte denken gleichzeitig, dass sich Digital-Native-Mitarbeiter am wahrscheinlichsten Hybridarbeit mit der meisten Zeit im Büro (34 Prozent) wünschen, gefolgt von einer gleichmäßigen Aufteilung zwischen den beiden (25 Prozent) oder Büroarbeit in Vollzeit (24 Prozent).

Aber obwohl Digital-Native-Mitarbeiter oft sagen, dass das Büro der beste Ort für produktives Arbeiten ist, glauben sie im Allgemeinen, dass das Arbeiten von zu Hause aus besser für das Wohlbefinden ist. Führungskräfte denken gleichzeitig, dass das Büro für Produktivität und Wohlbefinden am besten ist, sowohl für sich selbst als auch für ihre Digital-Native-Mitarbeiter. Doch während sich viele Digital Natives flexible Start- und Endzeiten für ihren Arbeitstag wünschen, möchte die überwiegende Mehrheit immer noch an der traditionellen fünftägigen Arbeitswoche festhalten. Der Schlüsselbegriff ist dabei Flexibilität, nicht freiberufliche Tätigkeit.

Trotzdem fürchten viele Digital-Native-Mitarbeiter, dass die Covid-19-Pandemie die Tendenz in Richtung vertragsbasierter Arbeit verlagert hat. Wie in „Work 2035“ festgestellt, gehen nur wenige Führungskräfte (19 Prozent) davon aus, dass es bis 2035 einen deutlichen Rückgang festangestellter Mitarbeiter geben wird. Die Mehrzahl der Mitarbeiter (60 Prozent) sieht das anders.

Diese Kluft zu überwinden, ist entscheidend. Glücklicherweise stellt sich die Mathematik auf die Seite der Wirtschaftsführer. Die Daten in „Der Digital-Native-Effekt“, die auf einem von Oxford Analytica für Citrix erstellten benutzerdefinierten Wirtschaftsmodell basieren, zeigen, dass Unternehmen durch die übermäßige Indexierung mit Digital-Native-Mitarbeitern am besten auf Rentabilitätssteigerungen eingestellt sind. Und Länder, die übermäßig stark auf Digital-Native-Arbeitnehmer setzen, sind für eine Führungsrolle in der zukünftigen Weltwirtschaft positioniert.

Ein Beispiel: Die USA, die eine Digital-Native-Bevölkerung von 0,7 % über dem Durchschnitt der entwickelten Märkte/fortgeschrittenen Volkswirtschaften haben, sahen allein im Jahr 2019 durch Digital Natives einen positiven Einfluss von 218 Milliarden US-Dollar auf die Unternehmensgewinne. Gleichzeitig könnte Deutschland, das eine Digital-Native-Bevölkerung von -2,7 % unter dem Durchschnitt der entwickelten Märkte hat, Gewinneinbußen von $349 Milliarden erleiden.

Weltweit werden Unternehmen, die kollaborative, flexible und technisch fortschrittliche Umgebungen fördern, Digital Natives zum Erfolg führen. Sie müssen sich für den individuellen Fortschritt einsetzen, echte Zuhörstrategien in ihre Prozesse integrieren und kollaborative Partnerschaften zwischen Führungskräften und jüngeren Arbeitnehmern aufbauen.

Indem Unternehmen daran arbeiten, die globale Kluft zwischen den Generationen zu schließen, bahnen sie ihren Weg zu Verbesserungen..

72 %

der Digital-Native-Arbeitnehmer möchten nach der Pandemie fest angestellt werden.

8 %

der Digital-Native-Berufstätigen wollen überwiegend freiberuflich arbeiten.

+$218 Mrd.

Auswirkungen auf die Gewinne von US-Unternehmen aus einer Digital-Native-Bevölkerung, die 0,7 % über dem Durchschnitt liegt.

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