Digitale Kollaboration ohne Risiko ermöglichen

Erstellen Sie einen Software-Stack, der Ihren hybriden Mitarbeitern effektiv und sicher von jedem Gerät und von überall aus die Zusammenarbeit ermöglicht.

REPORT | Lesezeit 4 min.
21. Dezember 2021

Jahrzehntelang sahen Unternehmen ihre IT-Teams als bloße Dienstleister – notwendig, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, aber ohne Einfluss auf den Erfolg des Unternehmens. Obwohl die IT in den letzten Jahren bereits eine immer zentralere Rolle eingenommen hat, war es erst die Umstellung auf Remote- und Hybridarbeit, die sie zum Schlüsselfaktor machte. Die gesamte Kollaboration eines modernen Unternehmens und dessen hybrider Arbeitsweise – von Check-ins mit Managern bis hin zu Brainstormings – hängen mittlerweile von Technologien ab. Und diese müssen nicht nur irgendwie, sondern besonders gut funktionieren.

Die zunehmende Bedeutung der IT für die Unternehmensgesundheit wird in der aktuellsten Pulse-Umfrage besonders deutlich. Führungskräfte aus der IT-Branche sagen vorher, dass eine gut funktionierende digitale Kollaboration von Remote-Teams in den nächsten fünf Jahren den größten Einfluss auf die Produktivität und Employee Experience haben wird. Individuelle Fokussierung lag knapp dahinter, was die Bedeutung eines Ausgleichs zwischen den gesamtheitlichen und individuellen Bedürfnissen aufzeigte. Laut dem Era Hyper-Innovation-Report von Fieldwork zahlte sich diese verteilte Zusammenarbeit von überall auch für Innovationen aus.

Aber während Kollaborationstools für verteilte Teams die Produktivität und Innovation der Mitarbeiter in einer hybriden Arbeitswelt auf ein neues Niveau heben, bergen sie auch die bisher größte Herausforderung für die Sicherheit: eine grundlegende Verschiebung – oder vielleicht genauer gesagt, das Verschwinden – der traditionellen Sicherheitsgrenzen. Es ist klar, dass Arbeitgeber ihre Sicherheitsprotokolle überarbeiten müssen, um eine Belegschaft abzusichern, die sich zwischen dem Zuhause, dem Büro und sogenannten „externen Orten“ wie Cafés bewegt. Sie müssen aber auch sicherstellen, dass Mitarbeitern die Arbeit durch mehr Passwörter, Anmeldungen und Sicherheitstools nicht erschwert wird.

Versierte Führungskräfte haben erkannt, dass man nicht zwischen effektiver verteilter Zusammenarbeit von überall und effektiver Sicherheit wählen darf. Zu Beginn des Jahres 2022 entdecken diese Führungskräfte, dass digitale Kollaboration und starke Sicherheitsprotokolle mit den richtigen Technologien – und Richtlinien – koexistieren und sich sogar gegenseitig stärken können.

40 %

der Führungskräfte der IT-Branche stuften funktionale, verteilte Zusammenarbeit von überall als wichtigsten Faktor der Employee Experience und Produktivität in den nächsten fünf Jahren ein.

Auswahl digitaler Kollaborationstools, die für alle funktionieren

Beim hybriden Arbeiten sind digitale Tools im Unternehmen wie Software für kollaboratives Arbeitsmanagement, Software für elektronische Unterschriften, Anwendungen für virtuelle Meetings sowie Plattformen für die gemeinsame Nutzung von Dateien und die Zusammenarbeit in Echtzeit wichtiger denn je. Pulse-Daten zeigen, dass Führungskräfte aus der IT-Branche angesichts der Fülle an Optionen sowie Mitarbeiter- und Sicherheitsbedürfnissen Schwierigkeiten haben, sich für ein Tool zu entscheiden.

Wie ermöglicht man Mitarbeitern die Zusammenarbeit in virtuellen Teams und sichert gleichzeitig alle Zugänge? Wählen Sie Tools, die sich untereinander integrieren lassen und je nach Anwendungsfall flexibel einsetzbar sind. Das mindert den Verwaltungsaufwand der IT. Add-ons und Erweiterungen machen es einfach, ein einzelnes Tool an verschiedene Teams, Rollen und Personen anzupassen. Schauen Sie sich Tools an, die auch eine automatisierte Anpassung bieten, was die IT noch weiter entlasten kann.

Die wichtigsten Sicherheitsbedenken des Jahres 2022 – und wie Sie ihnen am besten begegnen

Natürlich geht es bei der Stärkung der Sicherheit nicht nur darum, Ihre Tools aufeinander abzustimmen, sondern eben auch darum, gravierende Bedrohungen zu verstehen und richtige Lösungen zu wählen. Ransomware-Angriffe stehen für Führungskräfte der IT-Branche ganz oben auf der Liste. Rund 40 Prozent geben an, dass dies ihr größtes Sicherheitsbedenken für 2022 ist, gefolgt von Insider-Bedrohungen mit 18 Prozent.

Dennoch blicken Führungskräfte optimistisch in die Zukunft. Fast 80 Prozent der in „The state of security in a hybrid work world“ von Fieldwork by Citrix befragten Führungskräfte sehen diesen Moment als Chance, ihre langfristige Strategie zur Informationssicherheit zu überdenken. Für zukunftsorientierte IT-Teams wird es 2022 darum gehen, Lösungen zu finden, die vor Ransomware-Angriffen und anderen großen Risiken schützen, aber gleichzeitig digitale Kollaboration, flexibles Arbeiten und ständige Verfügbarkeit ermöglichen.

Eine der wichtigsten Lösungen ist der Zero-Trust-Netzwerkzugriff (ZTNA). ZTNA wird auch als perimeterlose Sicherheit bezeichnet und ermöglicht es Mitarbeitern, von überall über einen einzigen Zugang schnell und sicher auf alle privaten Unternehmensanwendungen zuzugreifen. Zugleich vereinfacht er die Backend-Verwaltung für die IT. Im Gegensatz zu VPNs, die einen sicheren Zugriff auf das gesamte Unternehmensnetzwerk gewähren, gewährt ZTNA kontextbezogenen Zugriff auf bestimmte Dienste oder Anwendungen – ein absolutes Muss, wenn viele Geräte und Anwendungen außerhalb des Netzwerks genutzt werden.

Obwohl ZTNA die Grundlage für einen sicheren hybriden Arbeitsplatz schaffen kann, bieten viele Sicherheitslösungen passende Erweiterungsmöglichkeiten. Sie fragen sich verständlicherweise, wie Sie Investitionen priorisieren können – und sind damit nicht allein. Eine der höchsten Sicherheitsprioritäten von IT-Führungskräften ist laut Forschern von Pulse derzeit die Konsolidierung des Tempos des digitalen Wandels und der Investitionen in die Cybersicherheit.

Ihre Möglichkeiten auszuloten ist ein guter erster Schritt. Dies sollte jedoch mit regelmäßigen Auswertungen Ihrer Cybersicherheit einhergehen, um eventuelle Risiken und die Employee Experience einzuschätzen. Effektive Sicherheit ist überlebenswichtig, aber der Erfolg des kommenden Jahres hängt von deren nahtlosem Zusammenspiel ab. Nur so können Produktivität und Innovation gewährleistet werden.

Aktuell sind Ransomware-Angriffe das größte Sicherheitsproblem für Führungskräfte der IT-Branche

Top 6 Arbeitsplatzrichtlinien zur Verhinderung einer Zwei-Klassen-Belegschaft

Führungskräfte stehen hybriden Arbeitsplätzen optimistisch gegenüber, aber eine Angst bleibt: eine Zwei-Klassen-Belegschaft, die Remote-Mitarbeiter quasi zu Bürgern zweiter Klasse macht.

Standortbezogene Favorisierung, auch bekannt als Proximity Bias, kann auf einen Schlag Zusammenarbeit in virtuellen Teams und Sicherheit untergraben – unabhängig davon, wie stark Ihr Software-Stack ist. Das liegt daran, dass Remote-Mitarbeiter nun keinen Zugang zu spontanen Brainstormings haben, sie versehentlich in Meetings kein Gehör finden und ihr Zugriff auf bestimmte Tools eingeschränkt sein kann. Infolgedessen finden sie Umgehungslösungen, die Sicherheitslücken mit sich bringen.

Ziehen Sie diese HR- und IT-Richtlinien für Ihr Unternehmen in Betracht, um Proximity Bias direkt anzugehen:

  1. Führen Sie hybride Meetings virtuell durch. Wenn eine Person remote arbeitet, sollten sich alle Mitarbeiter ebenfalls einwählen, um auf Augenhöhe zu bleiben.
  2. Stellen Sie komplett auf digitale Tools im Unternehmen um. Für hybride Teams sollte die gesamte Arbeit im digitalen Raum stattfinden. Spontane persönliche Meetings, die die Arbeit des Teams erheblich verändern können, sind ein No-Go.
  3. Führen Sie regelmäßige IT-Audits durch, um die Gleichheit zwischen Remote-Arbeit und der im Büro sicherzustellen. Identifizieren Sie anhand von Umfragen, Fokusgruppen und IT-Tickets, wo die Technologie bei der Zusammenarbeit in virtuellen Teams versagt. Erstellen Sie dann einen Aktionsplan.
  4. Erstellen Sie ergebnisbezogene Leistungsmetriken unabhängig von der Mitarbeiterpräsenz. So entkräften Sie den Proximity Bias bei der Aufgabenverteilung, Beförderungen und Boni.
  5. Stellen Sie sicher, dass allen Mitarbeitern die gleiche Zeit mit Managern zugestanden wird. Ganz gleich, ob Meetings mit Mitarbeitern geplant oder ad-hoc stattfinden, sollten Manager darauf achten, dass Remote-Mitarbeitern genauso viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, wie denen im Büro.
  6. Schaffen Sie Erlebnisse, die verbinden und für alle zugänglich sind. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, wie sie stärkere Beziehungen zu ihren Kollegen aufbauen wollen. Sie können virtuelle „Pausenräume“ erstellen oder gemeinsam mit Mitarbeitern virtuelle Interessengruppen bilden.

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75 %

der Führungskräfte sind besorgt, dass hybride Arbeitsplätze zu einer „Zwei-Klassen-Belegschaft“ führen könnten, bei der Mitarbeiter im Büro privilegierter sind als diejenigen zu Hause.

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