Baustoffhändler verbessert IT-Performance und Verfügbarkeit in Niederlassungen mit Citrix SD-WAN

Kundennähe und Servicequalität haben für die Unternehmensgruppe Wertheimer höchste Priorität. Die digitalen Geschäftsprozesse in den Niederlassungen des Baustoffhändlers wurden allerdings immer wieder durch langsame WAN-Verbindungen ausgebremst. Eine Software-definierte WAN-Lösung von Citrix schaffte nun Abhilfe. Das Unternehmen profitiert damit von höherer Leistung und Ausfallsicherheit im WAN und spart sich zudem Investitionen in zusätzliche MPLS-Bandbreite.

Die Wertheimer-Gruppe ist seit über 70 Jahren der erste Ansprechpartner in der Region Baden für Geschäfts- und Privatkunden bei den Themen Bauen, Renovieren und Modernisieren. Das Unternehmen ist regionaler Marktführer für Baustoff-, Holz- und Fliesenhandel und beschäftigt ca. 1.000 Mitarbeiter an 23 Standorten.

Der Großteil der IT-Systeme in den einzelnen Baumärkten und Fachhandelszentren wird von der Wertheimer Dienstleistungsgesellschaft mbH verwaltet und betreut. Über ein Rechenzentrum in Freiburg stellt der interne Dienstleister alle wichtigen Geschäftsapplikationen für die rund 700 Endanwender zur Verfügung. Zu den Kernanwendungen gehören dabei vor allem das Warenwirtschaftssystem Prohibis inklusive dazugehörigem Dokumentenmanagementsystem sowie die Office 365-Anwendungen von Microsoft.

„Wir haben in den letzten Jahren unsere IT-Systeme weitgehend zentralisiert und mit Microsoft Hyper-V virtualisiert“, sagt Peter Gründler, Leiter IT und Organisation in der Wertheimer Dienstleistungsgesellschaft. „Für die zentrale Bereitstellung der Geschäftsanwendungen nutzen wir Citrix Virtual Apps and Desktops.“ Mit der Citrix-Lösung greifen die Mitarbeiter in den Niederlassungen auf ihre Applikationen und Daten im Rechenzentrum zu. Fat Client-PCs mit lokal installierter Software sind heute die Ausnahme: Der Großteil der Arbeitsplätze wurde mittlerweile mit Thin Clients ausgestattet.

Auch die mobilen Anwender der Wertheimer-Gruppe haben dank Citrix von jedem Ort aus Zugang zu ihrem kompletten digitalen Arbeitsplatz. Mitarbeiter nutzen die Lösung, um zum Beispiel von unterwegs Planungstools und Produktdokumente für die Kundenberatung aufzurufen. Die gesamte Kommunikation über das Web wird dabei durch ein Citrix Gateway im Rechenzentrum verschlüsselt und abgesichert.

Die Herausforderung: Anwender leiden unter überlasteten WAN-Verbindungen

Für die Anbindung der Außenstandorte hatte die IT-Organisation der Wertheimer-Gruppe vor mehreren Jahren ein MPLS-Netzwerk aufgebaut. Steigende Anwenderzahlen und immer ressourcenhungrigere Anwendungen sorgten allerdings dafür, dass die verfügbare Bandbreite bald nicht mehr ausreichte.

„Unsere Anwender nutzen heute viele grafikintensive Applikationen und Multimedia-Inhalte an ihrem Arbeitsplatz“, erklärt Johannes Keppler, stellvertretender Leiter IT und Organisation in der Wertheimer Dienstleistungsgesellschaft. „Sie greifen beispielsweise auf Schulungsvideos von Herstellern zurück, um Kunden die Verarbeitung von Baustoffen zu erklären. Diese Produkt-Demonstrationen sind ein wichtiger Teil der Beratungsleistung und müssen daher möglichst flüssig funktionieren.“

Das überlastete MPLS-Netzwerk bremste die Mitarbeiter jedoch immer wieder aus. Besonders ein Baumarktstandort im Schwarzwald mit einem sehr großen Einzugsgebiet litt unter massiven Performance-Problemen. Hier kamen gleich mehrere Faktoren zusammen: Zum einen waren der Umsatz und die Mitarbeiterzahl enorm gewachsen – zum anderen ließen neue Workflows den Daten-Traffic explodieren. Unter anderem mussten sämtliche Druckaufträge für die Produktwerbung im Markt von der Zentrale an einen lokalen Plotter übertragen werden. Die großen Grafikdateien blockierten häufig die Leitung und verlangsamten alle anderen Applikationen. Selbst das Schreiben von E-Mails wurde dadurch zum Geduldsspiel.

„Unsere Mitarbeiter vor Ort waren mit der Situation sehr unzufrieden und wir sprachen daher mit unserem MPLS-Provider über Optimierungs- und Erweiterungsmöglichkeiten“, sagt Peter Gründler. „Der Anbieter zeigte sich allerdings wenig flexibel. Eine Erhöhung der Bandbreite wäre mit enormen Zusatzinvestitionen verbunden gewesen.“

Die Lösung: WAN-Virtualisierung mit Citrix SD-WAN

Netzwerkspezialisten des IT-Partners Makro Factory empfahlen der Wertheimer-Gruppe daher, eine Software-definierte WAN-Lösung zu evaluieren. Bei diesem Ansatz werden unterschiedliche Verbindungstechnologien wie MPLS, DSL und LTE zu einem einzigen logischen WAN gebündelt. So lässt sich die Leitungskapazität bei der Anbindung von Außenstellen sehr einfach und flexibel anpassen – und gleichzeitig eine höhere Wirtschaftlichkeit und Ausfallsicherheit erreichen.

Für den Test implementierten die Spezialisten von Makro Factory Citrix SD-WAN-Appliances im Wertheimer-Rechenzentrum in Freiburg sowie in der betroffenen Niederlassung im Schwarzwald. „Neben der MPLS-Leitung gab es dort noch zwei DSL-Anschlüsse, die als Backup-Verbindungen vorgesehen waren. Mit Citrix SD-WAN konnten wir diese Pfade als zusätzliche aktive Bandbreite zu unserem virtuellen WAN-Konstrukt hinzufügen“, so Johannes Keppler.

Die Ergebnisse des Tests überzeugten die Verantwortlichen auf Anhieb. Die Anwender in der Niederlassung berichteten, dass sich die Anwendungs-Performance deutlich verbesserte. Das Ausdrucken von Werbematerialien klappte jetzt beispielsweise viel schneller und auch die Reaktionszeiten anderer Applikationen verkürzten sich spürbar.

„Citrix SD-WAN lieferte uns zudem interessante Einblicke in den Datenverkehr“, berichtet Johannes Keppler. „Wir konnten mit den integrierten Monitoring-Funktionen die Leitungsauslastung auf Ebene der einzelnen Dienste analysieren. Dabei stellten wir unter anderem fest, dass Bandbreite für Dienste reserviert war, die überhaupt nicht genutzt wurden. Mit diesen Informationen konnten wir gezielt nachbessern und die gebuchte MPLS-Bandbreite auch tatsächlich voll ausschöpfen.“

Bei der Konfiguration der Lösung und der Auswertung des Monitorings wurde die IT-Abteilung von Makro Factory sowie von Produktspezialisten von Citrix unterstützt. „Wir waren sowohl mit den erzielten Ergebnissen als auch mit der Zusammenarbeit im Rahmen des Tests sehr zufrieden“, resümiert Peter Gründler. „Daher haben wir uns relativ schnell entschieden, Schritt für Schritt alle Standorte der Wertheimer-Gruppe mit der SD-WAN-Lösung von Citrix auszustatten.“

Mehr Tempo für digitale Geschäftsprozesse

Mit Citrix SD-WAN kann die Wertheimer-Gruppe in ihren Zweigstellen eine WAN-Performance zur Verfügung stellen, die auch neuesten IT-Anwendungen gewachsen ist. Ganz gleich, ob es um anspruchsvolle Planungssoftware oder IP-basierte Telefonie- und Kommunikationsdienste geht: Der Baustoffhändler ist jetzt deutlich besser für digitale Innovationen am Arbeitsplatz gerüstet.

Gleichzeitig ist die Benutzerzufriedenheit in allen Standorten, die die SD-WAN-Lösung bereits nutzen, gestiegen. Ruckelige Videos oder Wartezeiten beim Zugriff auf virtualisierte Applikationen gehören heute der Vergangenheit an. Citrix SD-WAN optimiert den Daten-Traffic und weist Anwendungen automatisch die notwendige Bandbreite für eine optimale Performance zu.

Profitieren können von der Lösung aber nicht nur die Mitarbeiter der Wertheimer-Gruppe, sondern auch die Kunden des Unternehmens. „Citrix SD-WAN bietet uns die Möglichkeit, lokale Internet-Breakouts einzubinden. So können wir etwa den Besuchern unserer Märkte künftig flächendeckend WLAN-Hotspots zur Verfügung stellen. Der Internet-Traffic der Gastzugänge muss dazu nicht mehr über unser teures und limitiertes MPLS-Netzwerk laufen“, sagt Johannes Keppler.

Bündelung von unterschiedlichen Leitungen erhöht die Ausfallsicherheit

Die SD-WAN-Lösung stellt zudem sicher, dass die Anwender auch beim Ausfall einer Netzwerkleitung weiterarbeiten können. Bisher musste in den Märkten auf manuelle Disposition und Abrechnung umgestellt werden, wenn die Verbindung zum Rechenzentrum unterbrochen war. Die Kunden konnten zwar weiter bedient werden, die Erfassung der Aufträge mit Handlieferscheinen kostete die Mitarbeiter jedoch sehr viel Zeit und Arbeit.

Mit Citrix SD-WAN läuft der Betrieb auch bei Netzwerkstörungen nahtlos weiter. Die Lösung überprüft permanent die Verfügbarkeit und Leistung der einzelnen Pfade. Sollte eine der physischen Verbindungen ausfallen, leitet Citrix SD-WAN den Daten-Traffic auf die verbliebenen Leitungen um, ohne dass die Anwender davon etwas bemerken.

„Wir haben in der Erprobungsphase sehr viele Ausfalltests gemacht“, sagt Johanns Keppler. „Aber ganz gleich, welches Kabel wir gezogen haben – es kam nie zu einem Verbindungsabbruch.“ Um maximale Ausfallsicherheit in den Niederlassungen zu erreichen, will die IT-Organisation künftig DSL-Anschlüsse unterschiedlicher Provider kombinieren und zusätzlich LTE-Verbindungen hinzufügen.

SD-WAN entlastet die IT-Organisation und das Budget

Die neue Lösung bietet der Wertheimer-Gruppe viele Möglichkeiten, die WAN-Leistung genau an die Bedürfnisse der einzelnen Standorte und Anwender anzupassen. Derzeit befassen sich die IT-Administratoren intensiv mit den Quality-of-Service-Funktionen von Citrix SD-WAN und nehmen eine Klassifizierung der vorhandenen Applikationen und Dienste vor. Dabei werden sie von den Netzwerkspezialisten von Makro Factory unterstützt. Ziel ist, Anwendungen noch genauer zu priorisieren und die wichtigsten Dienste immer mit der bestmöglichen Performance zu versorgen.

Änderungen an der SD-WAN-Konfiguration werden automatisch an alle Appliances übermittelt. Die Administratoren erhalten zuvor eine Systembenachrichtigung und wissen dadurch, ob die Änderung mit einer Unterbrechung verbunden ist. „In aller Regel erfolgen die Anpassungen aber zero touch und ‚on the fly’, so dass kein Anwender am Standort etwas davon mitbekommt“, so Johannes Keppler.

Aus wirtschaftlicher Sicht dürfte sich der Einsatz der SD-WAN-Lösung für die Wertheimer-Gruppe sehr schnell auszahlen. Die IT-Organisation prüft derzeit bereits, ob bei der Anbindung neuer Standorte komplett auf MPLS-Leitungen verzichtet werden kann. Nach Schätzung der Verantwortlichen würde man damit für Investitionen in Höhe der bisherigen WAN-Kosten ein Zehnfaches an Leistung erhalten.

„Citrix SD-WAN hilft uns, mit den wachsenden IT-Anforderungen unserer Außenstandorte Schritt zu halten“, resümiert Johannes Keppler. „Wir können sehr flexibel zusätzliche Bandbreite hinzufügen und sind dabei nicht mehr ausschließlich auf ein relativ kostspieliges MPLS-Netzwerk angewiesen.“

Die Lösung

Mit Citrix Virtual Apps and Desktops stellt die Wertheimer-Gruppe alle wichtigen Geschäftsanwendungen für rund 700 IT-Anwender an 23 Standorten zur Verfügung. Dazu gehören das Warenwirtschaftssystem, das Dokumentenmanagementsystem und die Office 365 Software.

Die Mitarbeiter können mit Citrix auch von unterwegs oder im Home Office sicher auf ihren digitalen Arbeitsplatz zugreifen. Citrix Gateway sorgt für durchgängige Verschlüsselung und umfassenden Schutz der Kommunikation.

Citrix SD-WAN half dem Unternehmen schließlich, die Anwendungsleistung in den Außenstellen zu verbessern – ohne teure Investitionen in zusätzliche MPLS-Bandbreite. Mit der Citrix-Lösung lässt sich die Leitungskapazität einfach und kostengünstig durch zusätzliche DSL-Leitungen erweitern. Zudem profitiert die Wertheimer-Gruppe von höherer Verfügbarkeit. Beim Ausfall einer WAN-Verbindung wird der Traffic sofort umgeleitet und der Geschäftsbetrieb kann ohne Unterbrechung weiterlaufen.

Das Unternehmen

Die Wertheimer-Gruppe ist seit über 70 Jahren der erste Ansprechpartner in der Region Baden für Geschäfts- und Privatkunden bei den Themen Bauen, Renovieren und Modernisieren. Das Unternehmen ist regionaler Marktführer für Baustoff-, Holz- und Fliesenhandel und beschäftigt ca. 1.000 Mitarbeiter an 23 Standorten.

www.wertheimer.de

Der Partner

Als eines von Deutschlands führenden IT-Beratungsunternehmen verfügt Makro Factory über erprobte Erfolgsrezepte und die entsprechende Umsetzungskompetenz rund um alle IT-Projekte. Die Spezialisten des Unternehmens beraten, planen, realisieren und steuern Vorhaben gemeinsam mit ihren Kunden. Dabei setzen sie die IT-Analyse, IT-Strategie und IT-Compliance als Fundament aller Entscheidungen ein. Darüber hinaus steht Makro Factory für Cloud-, Support- und Wartungs-Services sowie den Betrieb kompletter IT-Umgebungen zur Verfügung. Gemäß dem Slogan „strategies for a virtual world“ berät das Unternehmen bei der Entscheidung die digitale Transformation umzusetzen und agiert als zuverlässiger Begleiter seiner Kunden.

www.makrofactory.com

Über Citrix

Citrix (NASDAQ:CTXS) entwickelt Unified-Workspace-Lösungen sowie Netzwerk- und Analyselösungen, die Unternehmen dabei unterstützen, Innovationen zu fördern, Kunden zu binden und die Produktivität zu steigern, ohne dabei ihre Sicherheit zu beeinträchtigen. Anwender profitieren von einer einheitlichen Arbeitserfahrung und die IT-Abteilung erhält eine Plattform, um unterschiedliche Technologien in komplexen Cloud-Umgebungen einfacher abzusichern, zu verwalten und zu überwachen. Mehr als 400.000 Organisationen, inklusive 99 Prozent der Fortune 100 und 98 Prozent der Fortune 500, setzen weltweit auf Lösungen von Citrix. Weitere Informationen unter www.citrix.de.

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Citrix SD-WAN hilft uns, mit den wachsenden IT-Anforderungen unserer Außenstandorte Schritt zu halten. Wir können sehr flexibel zusätzliche Bandbreite hinzufügen und sind dabei nicht mehr ausschließlich auf ein relativ kostspieliges MPLS-Netzwerk angewiesen.“
- Johannes Keppler

stellvertretender Leiter IT + Organisation

Wertheimer Dienstleistungsgesellschaft mbH