AppDNA vereinfacht Migration und Management von 300 Anwendungen

Die DEVK migriert im Rahmen eines umfassenden Infrastrukturprojekts mehr als 300 Applikationen auf neue Systemumgebungen. Um die Risiken beim Umzug auf Windows 7 und Windows Server 2008 R2 sowie bei der Virtualisierung von Geschäftsanwendungen zu minimieren, setzt die Versicherungsgruppe auf Citrix AppDNA. Die gemeinsam mit dem IT-Partner sepago implementierte Lösung für das Anwendungsmanagement soll künftig auch die Qualitätssicherung bei der Pflege und Weiterentwicklung des Software-Portfolios vereinfachen.

Im Jahr 2011 feierte die DEVK ihren 125. Geburtstag. Ursprünglich entstanden als Selbsthilfeeinrichtung von Eisenbahnern für Eisenbahner ist sie bis heute als betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn anerkannt. Wichtige Gründungsprinzipien der DEVK gelten nach wie vor unverändert. Dazu gehört die Rechtsform der beiden Mutterunternehmen als Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit und vor allem das Prinzip, preiswerten Versicherungsschutz zu fairen Bedingungen anzubieten. Seit den 1970er Jahren können auch Privatpersonen von der Erfahrung und den Angeboten der DEVK profitieren. Bundesweit vertrauen heute rund vier Millionen Kunden mit 13,4 Millionen Risiken den DEVK Versicherungen. Im Geschäftsjahr 2011 stiegen die Beitragseinnahmen um 2,6 Prozent – die knapp 4.000 Mitarbeiter erwirtschafteten mit rund 1,8 Millionen Abschlüssen und 597 Millionen Euro Neugeschäftsbeitrag das drittbeste Vertriebsergebnis in der Geschichte der DEVK.

Auch im IT-Bereich war das Jahr 2011 für die DEVK ereignisreich: Die Organisation startete gleich mehrere komplexe Infrastrukturprojekte, die bis 2013 abgeschlossen werden sollen. Zum einen geht es dabei um die Aktualisierung der vorhandenen Citrix XenApp-Infrastruktur. Die Serverfarm, die Standard-Desktops für mehrere Tausend Anwender in der Zentrale und in den 19 Regionaldirektionen bereitstellt, wird auf XenApp 6.5 und Windows Server 2008 R2 aktualisiert. Zum anderen sollen verbliebene Fat Client-PCs in der Kölner Zentrale mit XenDesktop virtualisiert und damit ebenfalls ins Rechenzentrum verlagert werden. Und schließlich steht der Wechsel von Windows XP zu Windows 7 auf allen Notebooks und virtuellen Desktops an.

Umzug und Virtualisierung der Software-Landschaft erfordert detaillierte Planung

„Aus Anwendungssicht stellt dieses Migrationsprojekt für uns eine enorme Herausforderung dar“, sagt Bernd Lier, IT-Senior-Spezialist in der Abteilung IT-Infrastruktur-Entwicklung der DEVK. „Insgesamt müssen mehr als 300 Applikationen, darunter einige selbstentwickelte Anwendungen, auf die neuen Systemplattformen umgezogen werden. Im Rahmen des Projekts haben wir uns zudem das Ziel gesetzt, einen möglichst großen Anteil an Applikationen zu virtualisieren. Diese sollen künftig via Microsoft App-V für Server und Desktops bereitgestellt werden.“

Die Infrastruktur- und Software-Abteilungen der DEVK starteten das Projekt mit einer umfassenden Bestandsaufnahme. Alle Fachabteilungen wurden zunächst aufgerufen, sämtliche von ihnen eingesetzten Anwendungen an das Projektteam zu melden. Die internen Produktverantwortlichen hatten dann die Aufgabe, bei den Softwareherstellern abzufragen, ob die Anwendungen für die jeweiligen Bereitstellungsverfahren und Betriebssysteme geeignet sind. Parallel dazu bauten die Projektmitarbeiter Testumgebungen auf, um die Lauffähigkeit der selbstentwickelten Applikationen auf den neuen Plattformen zu überprüfen. „Alles in allem war dieser Prozess extrem aufwendig und auch nicht immer von Erfolg gekrönt“, berichtet Bernd Lier. „Gerade die Anfragen bei den Softwareherstellern erbrachten oft nicht die gewünschten Informationen. So konnten etwa kleinere Anbieter in vielen Fällen keine Aussage dazu treffen, ob sich ihre Produkte mit App-V virtualisieren lassen.“

Die Projektverantwortlichen sahen sich daher frühzeitig nach Tools um, mit denen sie den komplexen Migrationsprozess unterstützen können. Erste Tests mit kostenfreien Tools führten noch nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Vom IT-Beratungsunternehmen sepago, das die DEVK bei dem Infrastrukturprojekt unterstützt, erhielt man daher die Empfehlung, Citrix AppDNA für diese Aufgabe einzusetzen.

Automatisierte Anwendungstests und Kompatibilitäts-Checks mit AppDNA

Citrix AppDNA ist eine Softwareplattform für das Anwendungsmanagement, die umfassende Informationen über das Verhalten von Applikationen ermittelt und so automatisierte Kompatibilitäts-Checks ermöglicht. Die Lösung führt innerhalb weniger Minuten umfassende Analysen von Anwendungen durch und sammelt dabei Tausende unterschiedlicher Informationen zum Installationsprozess, zur Nutzung von Ressourcen und Treibern sowie zu zahlreichen weiteren Eigenschaften der Applikationen.

Auf Basis dieser Daten prüft AppDNA die Kompatibilität der Anwendungen mit einer oder mehreren Systemplattformen, wie zum Beispiel Windows 7 oder Windows Server 2008 R2. Gleichzeitig kann automatisiert getestet werden, ob die Anwendungen sich für den Einsatz mit Virtualisierungstechnologien wie App-V oder für die Bereitstellung via XenApp oder Remote Desktop Services eignen. Tests von Webanwendungen gegen bestimmte Browser-Versionen wie Internet Explorer 8 und 9 unterstützt AppDNA ebenfalls.

„Uns war schnell klar, dass sich mit der Lösung genau die Fragestellungen abdecken lassen, die für unser Migrationsprojekt entscheidend sind“, sagt Bernd Lier. „AppDNA macht viele zeitaufwendige Anwendungstests überflüssig und analysiert deutlich tiefer und umfassender, als es mit manuellen Verfahren möglich wäre. Wir haben uns daher schnell entschieden, das Produkt für unser Projekt zu nutzen.“

In den folgenden Wochen installierte sepago die AppDNA-Lösung bei der DEVK und importierte das gesamte Applikationsportfolio zur Analyse in das Tool. Durch ein skriptbasiertes Verfahren wurde dabei das Einlesen der rund 400 unterschiedlichen Installationspakete beschleunigt. Die AppDNA-Analyse lieferte dem Projektteam anschließend detaillierte Ergebnisse zur Kompatibilität der einzelnen Applikationen – grafisch verdeutlicht durch Ampelfarben. Alle Anwendungen, bei denen keine wesentlichen Migrationshindernisse festgestellt wurden, erhielten im Report eine grüne Auszeichnung, problematische Applikationen wurden je nach Schwierigkeitsgrad mit gelber oder roter Farbe markiert.

„Mit AppDNA lässt sich detailliert aufzeigen, welche Inkompatibilitäten vorliegen und gegebenenfalls, welcher Ressourcen-Aufwand jeweils für die Behebung der Anwendungsprobleme erforderlich wäre“, sagt Marcel Meurer, Abteilungsleiter Consulting Services bei sepago. „Diese Informationen können dann direkt in den Projektzeitplan einfließen.“

Solide Planungsgrundlage für das Infrastrukturprojekt

„Für uns war vor allem entscheidend, endlich Zahlen und Fakten in der Hand zu haben, die wir auch unserem Management vorlegen können“, betont Bernd Lier. „Wir mussten uns nicht mehr auf unser Bauchgefühl verlassen, sondern hatten jetzt eine solide Planungsgrundlage.“ Im ersten Schritt identifizierte die DEVK mit Hilfe von AppDNA rund 50 Applikationen, die nicht ohne Weiteres auf die neuen Systemplattformen migriert werden konnten. Bei einigen Applikationen waren nur einfache Konfigurationsänderungen notwendig, bei anderen Anwendungen ließen sich die Probleme durch ein Update auf eine neuere Version beheben. In mehreren Fällen entschied man sich auch dafür, die Anwendungen künftig nicht mehr zu unterstützen – dies betraf vor allem noch vorhandene 16-Bit-Applikationen.

Letztlich blieben rund 20 Anwendungen übrig, die weitergehende Analysen erforderten. Für jede dieser Applikationen richtete das Projektteam eine virtuelle Testumgebung ein und stellte diese dem jeweiligen Produktverantwortlichen zur Verfügung. Zudem leitete man sämtliche Informationen weiter, die AppDNA bei der Anwendungsanalyse generiert hatte. „Ein großer Vorteil für den Projektverlauf war auf jeden Fall, dass wir die „schwarzen Schafe“ in unserem Software-Portfolio zu einem sehr frühen Zeitpunkt erkennen konnten“, unterstreicht Bernd Lier. „So haben wir Zeit gewonnen, um die Ursachen der Inkompatibilität genauer zu betrachten und mögliche Lösungsstrategien zu entwickeln.“

Großen Mehrwert liefert AppDNA nach Ansicht des IT-Senior-Spezialisten auch für die Desktop-Transformationsstrategie der DEVK: „Unser Ziel ist, im Zuge des Infrastrukturprojekts möglichst viele Fat Client-PCs durch virtuelle Desktops zu ersetzen. Mit AppDNA können wir sehr einfach aufzeigen, für welche dieser Arbeitsplätze wir aus Anwendungsgründen tatsächlich einen individuellen VDI-Desktop benötigen und wo möglicherweise ein Shared Desktop ausreichend ist. Die Lösung hilft uns damit dabei, die flexible Bereitstellung virtueller Desktops möglichst kosteneffizient in die Praxis umzusetzen.“

AppDNA auch für das laufende Anwendungsmanagement gesetzt

Die IT-Organisation der DEVK sieht den Einsatz von AppDNA mittlerweile nicht mehr auf das Infrastrukturprojekt beschränkt. Gemeinsam mit sepago arbeitet man daran, die Lösung künftig auch für die Qualitätssicherung beim Anwendungmanagement zu nutzen. Produktverantwortliche sollen die Möglichkeit bekommen, neue Applikationen möglichst schnell und einfach zu verifizieren. Produkte, die eine rote Bewertung erhalten, sollen künftig erst gar nicht mehr in die Paketierung aufgenommen werden. „Mit AppDNA wollen wir den gesamten Prozess der Qualitätssicherung weiter optimieren, indem wir Risiken und Zeitaufwände minimieren“, fasst Bernd Lier zusammen. „Am Ende des Tages sind wir eine Versicherung – die Sicherheit beim Anwendungsanagement hat für uns daher immer eine sehr hohe Priorität.“

Die Spezialisten von sepago haben uns bei der Implementierung von AppDNA hervorragend unterstützt und uns auch einen großen Teil der Analysearbeit abgenommen. Ohne kompetente Partner wie sepago, die sehr viel Know-how zu neuen Tools und Technologien mitbringen, wäre ein derart komplexes Migrationsprojekt nicht zu schaffen.
- Bernd Lier

IT Senior Spezialist

DEVK

Über Citrix

Citrix (NASDAQ:CTXS) ist ein Anbieter von Cloud-Computing-Lösungen, der mobile Arbeitsmodelle unterstützt und Menschen in die Lage versetzt, von überall aus zusammenzuarbeiten und auf Apps oder Daten zuzugreifen – mit jedem beliebigen Endgerät. Und das genauso einfach und sicher wie im eigenen Büro. Die Cloud-Computing-Lösungen von Citrix machen es IT-Abteilungen und Service-Providern möglich, sowohl Private als auch Public Clouds aufzubauen. Dabei kommen Virtualisierungs- und Netzwerktechnologien zum Einsatz, um leistungsstarke, flexible und kostengünstige Dienstleistungen für mobiles Arbeiten zu bieten. Mit führenden Lösungen für Mobility, Desktop Virtualisierung, Cloud Networking, Cloud-Plattformen, Collaboration und gemeinsame Datennutzung verhilft Citrix Unternehmen jeder Größe zu der Geschwindigkeit und Beweglichkeit, die für den Erfolg in einer zunehmend mobilen, dynamischen Welt nötig sind. Mehr als 260.000 Unternehmen und über 100 Millionen Anwender setzen weltweit auf Produkte von Citrix. Der jährliche Umsatz in 2012 betrug 2,59 Milliarden US-Dollar. Weitere Informationen unter www.citrix.de

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AppDNA macht viele zeitaufwendige Anwendungstests überflüssig und analysiert deutlich tiefer und umfassender, als es mit manuellen Verfahren möglich wäre. Wir haben uns daher schnell entschieden, das Produkt für unser Projekt zu nutzen.
- Bernd Lier

IT Senior Spezialist

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