In den vergangenen Jahren standen bei IT-Verantwortlichen Themen wie das Internet der Dinge, Software-defined-Anything (SDx), Smart Machines und Big Data im Mittelpunkt. Sie all hatten eines gemeinsam: Sie waren technikzentriert und klammerten den Nutzer weitestgehend aus. In diesem Jahr steht nun endlich der Mensch in Fokus. IT-Abteilungen werden sich 2015 daher besonders mit den Themenfeldern Benutzerfreundlichkeit, User-Erfahrung und dem Schutz von persönlichen Informationen sowie Unternehmensdaten beschäftigen müssen.

Maßgeschneiderte IT

Egal ob Cloud, BYOD oder Mobile Workspaces: Für Unternehmen stehen nicht mehr nur der Preis und die technische Leistung einer Lösung im Vordergrund, sondern zunehmend auch die Bedienbarkeit und Einbindung der Nutzer. Um die Brücke zwischen Mensch und Maschine zu schließen, arbeiten Entwickler daran, die Interaktion beider Parteien zu optimieren. Software von der Stange wird damit zunehmend zum Auslaufmodell. Unternehmen sind gefordert, sich noch stärker in Kunden hineinzuversetzen und bei Designgestaltung und Bedienbarkeit deren Wünsche und Anforderungen zu berücksichtigen. Kunden geben sich nicht mehr nur mit einer Palette an Funktionen und Fähigkeiten zufrieden und verlangen individuelle Lösungen – maßgeschneidert auf die eigenen Bedürfnisse.

IT-Policies versus Benutzerfreundlichkeit

IT-Administratoren bereitet die Vielfalt der in einem Unternehmen im Einsatz befindlichen mobilen Endgeräte zunehmend Kopfzerbrechen. Neue Hersteller aus China und Russland mischen in diesem Jahr den Markt für Smartphones und Tablets weiter auf. Aber nicht nur die Vielfalt der Endgeräte ist enorm, auch die Nutzer selbst sind es. Arbeit ist inzwischen längst nicht mehr an einen bestimmten Ort oder Endgerät gebunden. Damit aber Arbeiten von überall aus möglich ist, müssen Daten und Anwendungen ebenso mobil sein. Cloud-Technologien gewinnen 2015 daher weiter an Bedeutung. In der Realität sind in vielen Organisationen veraltete IT-Strukturen mit starren und ineffizienten Prozessen nach wie vor an der Tagesordnung. Die Integration von BYOD, Cloud & Co. konfrontiert Unternehmen mit neuen Herausforderungen. Richtlinien, beispielsweise zum Umgang mit Unternehmensdaten auf Privatgeräten, zur Nutzung von Anwendungen oder deren generellen Verwendung, helfen der Unternehmens-IT, die Kontrolle zu behalten. Beim Aufstellen von IT-Policies ist jedoch darauf zu achten, eine Balance zwischen Benutzerfreundlichkeit und Unternehmensinteressen zu finden.

Security war, ist und bleibt wichtig

Das Thema Datensicherheit hat inzwischen auch die Tagespolitik erreicht. Regierungen ringen seither um Auflagen für Unternehmen und Befugnisse für eigene Behörden. Ungeachtet dessen zeichnet sich ein Trend ab, der 2015 weiter an Fahrt aufnehmen wird: Ein starker Datenschutz und eine hohe Datensicherheit werden zunehmend zum Wettbewerbsvorteil. Unternehmen werden daher gezielt nach Lösungen suchen, die den Schutz ihrer Informationen gewährleisten und gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer schützt. Dynamische Zugangskontrollen für Anwendungen werden in diesem Jahr beispielsweise schrittweise zum Standard. Sicherheit ist damit nicht mehr nur eine wichtige Nebenbaustelle, sondern wird zu einem strategischen Element, das neue Aufträge generiert und alte Geschäftsbeziehungen sichert.

Die Funktionalität eines Produkts alleine reicht nicht mehr aus, um erfolgreich zu sein. Lösungen differenzieren sich in Zukunft zunehmend auch über die Benutzerfreundlichkeit und die User-Erfahrung. Unternehmen, die in diesem Jahr Sicherheit und den Nutzer in den Fokus rücken, sind gut aufgestellt. Für alle anderen gilt: Gute Vorsätze zum Jahresanfang alleine genügen nicht – jetzt ist die richtige Zeit, die Weichen für ein erfolgreiches 2015 zu stellen.