Immer mehr unserer XenDesktop und XenApp Kunden denken darüber nach, ihre Rechenleistung auch außerhalb des eigenen Rechenzentrums zu erweitern, jedoch ist die Verlagerung von Workloads in eine Cloud oft einfacher gesagt als getan. Während eine einfache Installation eines Servers in einer Cloud oft recht zügig vonstatten geht, ist der Aufbau der Netzwerkverbindung vom Kunden-Rechenzentrum zum Cloud-Rechenzentrum um einiges komplizierter. Mit der Freigabe von XenDesktop und XenApp 7.5 gibt es hier einige Szenarien, die in Frage kommen und viele unserer Kunden machen sich Gedanken zur geeigneten Architektur. Die neuen Versionen erlauben es nämlich, direkt eine Cloud-Lösung, wie Citrix CloudPlatform anzusprechen und dort virtuelle Desktops und Anwendungs-Server auszurollen. Citrix CloudPlatform ist dabei eine perfekte Cloud-Lösung für den Betrieb von XenDesktop und XenApp, da sie flexibel konfiguriert und sowohl im eigenen als auch in einem Provider-Rechenzentrum betrieben werden kann. Alle bereits zertifizierten Service-Provider, die CloudPlatform einsetzen und sich für den externen Betrieb von XenDesktop und XenApp eignen, sind auf der folgenden Citrix Ready Seite aufgelistet.

CloudPlatform bietet eine Reihe von Netzwerkoptionen out-of-the-box an, die es Kunden erleichtern, sich möglichst transparent zu ihren Serversystemen in der Cloud zu verbinden. Einige der möglichen Netzwerkkonfigurationen sind:

  • Service-Provider verwaltete VPN-Lösung (außerhalb von CloudPlatform)
  • CloudPlatform Site-to-Site VPN (VPC)
  • Citrix CloudBridge Connector auf CloudPlatform

Der Fokus des Blogs  hier liegt auf die  zuletzt aufgeführte Variante, die Ansprache von Cloudplatform über eine Citrix CloudBridge Connector Verbindung. Die Grundüberlegung ist, dass ein Kunde einen beliebigen Rechenzentrumsaufbau in seiner Umgebung hat und sich dann eine virtuelle Cloud im Rechenzentrum eines Serviceproviders oder auch in einem anderen eigenen Rechenzentrum aufbaut. Die virtuelle Cloud basiert dabei auf Citrix CloudPlatform-Technologie und wird technisch als „Virtual Private Cloud“ (VPC) abgebildet. Alle relevanten XenDesktop-Infrastruktur-Komponenten wie Active Directory, Desktop Delivery Controller, Store Front, NetScaler Gateway und die eigentlichen Clients werden im Kunden-RZ betrieben. Die Cloud wird in diesem Beispiel dazu verwendet, Desktop Worker VMs zu betreiben. Ziel der Konfiguration ist, das Cloud-RZ möglichst transparent in die lokale Kundeninfrastruktur einzubinden und weitestgehend auf Routing zu verzichten. Aus diesem Grund wurde die Citrix CloudBridge Connector Technologie verwendet, die auf Layer-2-Ebene die beiden Rechenzentren verbindet. Dabei wird ein Citrix NetScaler (mit CloudBridge Connector Funktion) im Kunden-RZ und eine weitere Instanz in der Cloud als virtuelle Maschine auf CloudPlatform aufgebaut. Beide Komponenten etablieren dann einen GRE/IPSec Tunnel und stellen somit eine transparente Kommunikation sicher. Das Schaubild unten verdeutlicht die genaue Konfiguration. Wie zu erkennen ist, wurden in beiden Rechenzentren die gleichen IP-Bereiche verwendet.

Nach erfolgreichem Aufbau der CloudBridge-Connector Verbindung ist XenDesktop im Kundenrechenzentrum in der Lage, direkt die Cloud des Service-Providers als „host connection“ einzubinden und mittels der Templates, die in der Cloud vorgehalten sind (Kunden-spezifisch) virtuelle Desktops in der Cloud auszurollen – alles gesteuert aus Citrix Studio heraus. Durch den CloudBridge-Connector-Tunnel wird weiterhin sichergestellt, dass die Desktops im Cloud-RZ zum Active Directory Controller, Desktop Delivery Controller und auch anderen Backend-Systemen im Kunden-RZ kommunizieren können. Inwieweit es Sinn macht, gewisse Kundendienste auch in der Cloud vorzuhalten, muss in der jeweiligen Kundensituation evaluiert werden.

Bilder und im Speziellen auch Videos sagen oftmals mehr als 1000 Worte, daher sind die weiteren Erläuterungen hier als Video festgehalten.

CloudPlatform macht einfach Spaß!