Lebkuchen und Spekulatius haben die Regale in den Supermärkten erobert, in den Städten macht sich der Duft von Glühwein und Maroni breit: Weihnachten rückt unaufhaltsam näher. Dass damit eine stille Zeit anbricht, ist in der heutigen Zeit für die meisten eher ein frommer Wunsch als Lebenswirklichkeit. Besonders gilt das für Einzelhändler: das Weihnachtsgeschäft ist einer der wichtigsten Umsatzbringer des Jahres und ist entsprechend turbulent. Ein großer Teil des Einkaufstrubels findet nach neuen Erkenntnissen von Eurostat und BITKOM aber bereits digital statt: 65 Prozent der Deutschen kaufen im Internet ein, Tendenz steigend. Sich mit hunderten anderen durch enge Ladenflure zu drängen, Ewigkeiten in der Schlange an der Kundeninformation zu warten nur um dann zu erfahren, dass das gewünschte Präsent derzeit vergriffen ist – da gibt es deutlich angenehmere Wege, die ohnehin spärliche Freizeit zu verbringen. Ich nutze diese Einkaufsform auch gern. Der Web-Shop hat dann geöffnet, wenn ich Zeit habe, die bestellte Ware wird an die Haus- oder Bürotür geliefert und das Angebot ist ohnehin größer als im Laden. Und wenn der Web-Shop einmal nicht erreichbar ist oder hakt, dann bin ich nach wenigen Sekunden schon im nächsten Shop – Alternativen gibt es ja viele.

Was für mich als Kunde ein Vorteil ist, sorgt bei den Online-Händlern für graue Haare. Es gibt wohl kaum eine schlimmere Vorstellung, als ein nicht erreichbares Angebot oder unzuverlässige Technik genau zur wichtigsten Zeit – schnell ist der Kunde bei der Konkurrenz und das Geschäft verloren. Deshalb müssen Online-Shops auf Spitzenzeiten gut vorbereitet sein. Neben rechtzeitig bestellter Ware, prall gefüllten Lagerhäusern und einer guten Logistikmaschinerie sind mittlerweile eine leistungsfähige IT-Infrastruktur und ein modernes Netzwerk mindestens genauso entscheidend für den Erfolg.

Wer heute auf Nummer sicher gehen will, sollte grundsätzlich auf eine softwarebasierte Infrastruktur setzen. Dank Virtualisierung und Cloud-Technologien lässt sich mit bereits vorhandener Ausrüstung die gewünschte Leistung erreichen, ganz ohne aufwändige Upgrades im Serverschrank oder teure Spezialgeräte. Das spart nicht nur Kosten, sondern vereinfacht Wartung und Pflege enorm. Außerdem werden bereits vorhandene Ressourcen komplett ausgenutzt und stehen für optimale Performance flexibel zur Verfügung. Die leistungsfähigste Infrastruktur nützt aber noch nichts, wenn die Leistung erst gar nicht beim Kunden ankommt. Deshalb ist ein stabiles, zuverlässiges Netzwerk das zweite wichtige Standbein für erfolgreiche Online-Geschäfte. Application Delivery Controller übernehmen hier eine wichtige Funktionen: Integriertes Load Balancing entlastet die Web-Server und holt noch mehr aus bereits vorhandenen Infrastrukturen heraus, das Caching häufig aufgerufener Inhalte sowie Komprimierungstechnologien beschleunigen den Seitenaufbau beim Kunden. Verschiedene Skalierungstechnologien sorgen für die notwendige Flexibilität und helfen Unternehmen, die geforderte Leistung auf den Punkt bereitzustellen. Zudem eliminiert ein ADC-Cluster so genannte „Single Points of Failure“ und sorgt für Hochverfügbarkeit.

Das ist zwar noch immer keine Garantie für ein erfolgreiches Weihnachts­geschäft im Netz. Aber zumindest sind die Betreiber mit einem gut gerüsteten Netzwerk eine große Sorge los und können sich auf andere Dinge konzentrieren – damit die Weihnachtszeit wenigstens eine erfolgreiche, wenn schon keine stille Zeit wird.