Ich erinnere mich noch gut an die Urlaube, die ich als Kind mit meiner Familie verbracht habe. Bereits im Vorfeld gab es ein festes Ritual: Schon Monate vor der Reise war ein Besuch im Reisebüro fest eingeplant. Dort angekommen gab es eine bestimmte Palette an Pauschalpaketen, von denen man eines buchte. Die Zeiten haben sich gründlich geändert. Der Standard-Urlaub aus dem Neckermann-Katalog ist nur noch eine Option unter vielen. Wer es flexibler mag, der bucht die Unterkunft über ein Hotelportal, sucht sich auf einer Flugsuchmaschine die passenden Verbindungen aus und bestellt schon vor der Abreise den passenden Mietwagen vor die Hoteltür.

Einen ähnlichen Paradigmenwechsel erleben wir gerade auch in der IT. Früher prägte Einheitsausstattung mit einheitlichen PCs auf jedem Schreibtisch das Bild, Alternativen wurden gerne mit Verweis auf Sicherheit und Kosten abgelehnt. Heute ist Arbeitsplatz kein Ort mehr, an den man zwingend sein muss und die Anzahl der genutzten Endgeräte fast nicht mehr zu überblicken – von Laptops über Smartphones bis hin zu Tablets. Die Anwender bringen viel höhere Ansprüche an die Hardware und an bequem bedienbare Apps mit als vor der mobilen Revolution à la Apple. Sie wollen flexibel und von überall aus produktiv arbeiten. Mit einem Einheitspaket an Hardware und Software geben sie sich nicht mehr zufrieden. Statt dessen erwarten sie in der Firma genau so einen praktischen App-Store, wie sie ihn von ihren privaten Geräten gewohnt sind, um sich ihre Arbeitswerkzeuge individuell selbst zusammenzustellen. Die IT-Abteilung wird dabei mehr und mehr zum internen Serviceanbieter.

Die Verantwortlichen in den Unternehmen sehen sich dadurch vor Hürden gestellt. Schließlich soll die neue IT-Welt nicht nur gut funktionieren, sondern auch schnell und effizient implementiert werden. Wenn das wirklich funktionieren soll, dann führt aus meiner Sicht kein Weg an Desktio-Virtualisierung und Cloud-Infrastrukturen vorbei. Die Desktop Virtualisierung ermöglicht ganze Desktops im Rechenzentrum vorzuhalten und den Anwendern als Service auf jedem beliebigen Endgerät bereitzustellen. Laut IDC ist die Technologie längst vom „Nice-to-Have” zum Pflichtbestandteil der IT-Infrastruktur geworden. Speziell dann, wenn das Management der unterschiedlichen Clients in eine umfassendere IT-Struktur integriert sein soll. Mit XenDesktop 7, das wir Mitte des Jahres vorgestellt haben, sind wir im Bereich Desktop-Virtualisierung bestens aufgestellt. Die hohen Ansprüche der Mitarbeiter werden etwa mit der „HDX Mobile”-Technologie berücksichtigt. Diese ermöglicht den Anwendern Windows-Programme auch auf mobilen Endgeräten intuitiv zu bedienen und von überall und mit jedem Endgerät produktiv arbeiten. Dazu zählt die Unterstützung von Multi-Touch-Funktionen und Gestensteuerung genauso wie die Anpassung von Navigationselementen an die systemeigene Steuerung oder die automatische Erkennung von Texteingabefeldern. Die IT-Verantwortlichen dürfte es freuen, dass die Implementierung neuer Systeme denkbar einfacher ist – mit vereinfachten Arbeitsabläufen und automatisierten Konfigurationen lässt sich bis zu 80 Prozent der Zeit einsparen, die bisher dafür nötig war. Und dank offener Standards gibt es auch keine Probleme bei der Integration von XenDestop in vorhandene Infrastruktur.

Da können dann auch die IT-Führungskräfte ganz beruhigt in die Ferien fahren – ganz egal ob mit Neckermann auf Pauschalreise oder doch lieber auf individuellen Pfaden.