Die Cloud-Welle rollt und gerade Entwicklerteams profitieren hier insbesondere. Unbestritten sind die Vorteile gerade im Entwicklungsumfeld, denn der Mehrwert geht über reine Kosteneinsparungen hinaus. Zwei Fragen sind in der aktuellen Marktsituation entscheidend: Wie kann ich die IT-Betriebskosten weiter reduzieren, und wie kann ich noch dynamischer auf Marktanforderungen reagieren? Eine Antwort darauf ist die Desktop-Virtualisierung von Entwicklerarbeitsplätzen gepaart mit den Vorteilen aus der IaaS-Cloud. Das zeigen zahlreiche Projekte, die das Citrix Cloud-Team in den letzten 9 Monaten umgesetzt hat. Dabei kamen Self-Service Desktops, die über die Citrix CloudPlatform provisioniert und verwaltet werden nicht nur bei namhaften Automobilherstellern, Unternehmen im Versicherungs- und Bankenumfeld zum Einsatz; sondern insbesondere einer der großen Softwareriese nutzt diese Lösung für rund 2500 Entwickler, die rund um den Globus an der kommerziellen Anwendungsentwicklung arbeiten. All diese international tätigen Unternehmen mit Sitz hier in Deutschland entwickeln in der Regel an mehreren Standorten einzelne Komponenten sowie komplette Lösungen für neue Anwendungen. Den ersten Schritt in Bezug auf Server- und Speicher-Virtualisierung hatten diese Unternehmen auch schon alle in Angriff genommen, durch die Citrix CloudPlatform einer IaaS Orchestrierungslösung, die sich auf alle gängigen Hypervisoren aufsetzt, wurde die IT-Infrastruktur weiter konsolidiert, automatisiert und in Self-Service-Dienste transformiert. Die Entwickler können dadurch native Infrastruktur-Komponenten für sich provisionieren und mit Templates und Plattform-Diensten erweitern und auch Life-Cycle-Management-Aktionen durchführen – Starten, stoppen, neustarten, löschen, sowie Snapshots machen.

Die Bereitstellung von Infrastruktur alleine, reicht den Entwicklern aber nicht aus, daher soll durch das zentrale Bereitstellen auch kompletter Arbeitsplätze ermöglicht werden, um somit auch noch weitere Vorteile der Desktop-Virtualisierung mittels Citrix XenDesktops auszuschöpfen. Dank des virtualisierten Arbeitsplatzes kann das Unternehmen für jeden Standort die benötigte Anzahl von Entwickler-Arbeitsplätzen bereitstellen – vom Rechenzentrum aus. Teure, und häufig nicht voll ausgelastete, lokale Installationen entfallen. Gleichzeitig wird der Verwaltungsaufwand für die IT nachhaltig reduziert.

Das Beste aus beiden Welten: Desktop-Virtualisierung und IaaS Cloud

Die Kombination der beiden Citrix Technologien „Citrix CloudPlatform“ und „Citrix XenDesktop“ bringt nicht nur Geldeinsparungen, sondern gleichzeitig wird die Wettbewerbsfähigkeit und Flexibilität erheblich gesteigert. Außerdem können die Unternehmen ihre Wertschöpfungsnetz dynamisch erweitern: So lassen sich externe Entwickler durch den Zugriff auf Entwickler-Umgebungen in der Cloud einbinden, um Auftragsspitzen abzufangen oder um Fixkosten zu reduzieren. Höchste Sicherheitsstandards sowie die Tatsache, dass lediglich Bildschirminhalte, Tastatureingaben und Mausbewegungen und niemals „echte Entwicklungsdaten“ über das Internet laufen, sorgen für einen umfassenden Schutz des unternehmenseigenen geistigen Eigentums

Durch den Einsatz von Entwickler-Desktops die im Self-Service aus der Cloud über die Citrix CloudPlatform provisioniert werden, können Entwickler Ihre virtuellen Desktops selbst generieren und aber auch die darunter liegende Infrastruktur verwalten und somit Entwicklungsumgebungen schaffen, die auch die unterschiedlichen Entwicklungsphasen und das Entwickeln im Team abbilden lassen. Damit werden nicht nur die Entwicklungskosten gesenkt, sondern auch die Agilität und das Time-To-Market erhöht.

Anforderungen an einen Self-Service Desktop:

Die von Citrix Consulting konzipierte und bereitgestellte Lösung überzeugte auf Anhieb alle Kunden, denen das Lösungsszenario live vorgestellt wurde. Das nachfolgende Bild stellt das schematische Zusammenspiel der Technologien dar und gibt auch einen Überblick zur technischen Implementierung:

Die Self-Service Desktop Lösung besteht grundsätzlich aus zwei Kompontenten

  • Einer klassischen XenDesktop Installation inkl. Receiver mit Web Interface oder Storefront
  • Einer CloudPlatform-Installation mit einer Desktop WebApp und optionalem CloudPortal Business Manager inkl. DaaS Connector
  • Hypervisoren, die von CloudPlatform verwaltet werden

XenDesktop wird hierbei für den reinen Zugriff auf die virtuellen Desktops verwendet, wie es Benutzer auch von anderen Umgebungen gewohnt sind. D.h. der Citrix Receiver, der auf allen Arten von Geräten verfügbar ist, stellt für den Benutzer die Verbindung zu seinen virtuellen Desktops her und bietet dabei eine optimale User Experience mittels HDX-Technologie. Gleichzeitig können Kunden von den Security, Management und Flexibilitäts-Vorteilen der XenDesktop Technologie profitieren.

Im Gegensatz zu einem klassischen XenDesktop Deployment wird bei der Self-Service Desktop-Lösung CloudPlatform eingesetzt, um die virtuellen Desktops physikalisch auszurollen. Dabei wird der CloudPlatform Template-Algorithmus zur Bereitstellung einer eigentlichen virtuellen Maschine verwendet.

Der Benutzer greift für die Bereitstellung und für das Management eines Desktops nicht auf die CloudPlatform-Oberfläche zu, sondern erhält eine genau auf seine Bedürfnisse zugeschnittene WebApp, die im Hintergrund CloudPlatform steuert. In dieser WebApp findet der Benutzer alle für ihn relevanten Desktop-Funktionen vor, wie z.B.:

  • Auswahl des gewünschten Desktops aus den bereitgestellten Vorlagen (z.B. Windows XP 1CPU, Windows 7 1CPU, Windows 7 2CPU, Windows 8,…)
  • Verwaltung der ausgerollten Desktops (z.B. Starten, Stoppen, Neustarten, Löschen,…)

Die WebApp ist dabei so aufgebaut, dass sie durch entsprechende Anpassungen funktionell erweitert werden kann. So sind z.B. Erweiterung mit zusätzlichen Funktionen wie Snapshots oder Assistenten-gesteuerte Desktop-Auswahl möglich.

Im Hintergrund arbeitet ein Sync Service, der sicherstellt, dass VMs eines Benutzers in XenDesktop registriert oder de-registriert werden. Dies ist ein voll-automatisierter Prozess, der keinen manuellen Eingriff erfordert. Hat ein Benutzer den gewünschten Desktop für das Deployment ausgewählt, wird nach erfolgreicher Bereitstellung, der Desktop automatisch in das XenDesktop-Management für den Benutzer aufgenommen und steht von da an über Web Interface oder Storefront zur Verfügung.

Ein Vorteil der Lösung ist im Übrigen auch, dass Self-Service Desktops für alle aktuellen XenDesktop-Versionen verwendet werden kann. Dadurch dass der Deployment-Vorgang und das Management komplett entkoppelt ist, kann sowohl XenDesktop 5.6 auch das neueste Release 7.0 hier entsprechend eingesetzt werden.

Auch eine Integration der Citrix Provisioning-Services um z.B. nicht-persistente Desktops zu anzubieten, ist Bestandteil der WebApp.

Verrechnung des Desktops mit CloudPortal Business Manager

Ein großer Vorteil einer Cloud-Architektur ist, dass jede genutzte Cloud-Ressource verrechnet werden kann. Dies wird auch mit der Self-Service Desktop Lösung ermöglicht. CloudPlatform überwacht dabei die gebuchten Resourcen und stellt mandantenspezifisch Nutzungsdaten zur Verfügung.

Durch Erweiterung der Lösung mit CloudPortal Business Manager können diese Informationen ausgewertet und in ein vollwertiges Produkt-Management- und Billing-System integriert werden. Dafür stellt Citrix einen Connector für Self-Service Desktops bereit, um die o.g. Infrastruktur transparent einbinden zu können. Je nach Notwendigkeit entscheidet der Kunde, ob er CloudPortal Business Manager als Option einsetzt oder ob ihm reine Bereitstellung über CloudPlatform und WebApp ausreicht. Die Lösung ist hier flexibel und richtet sich nach den Wünschen des Kunden.

Kommt CloudPortal Business Manager zum Einsatz, greift ein Benutzer dann über den selbigen auf die Cloud-Services zu und erhält die Auswahl zwischen Desktop-as-a-Service über die Self-Service Desktop Lösung oder anderen Cloud-Diensten wie z.B. Infrastructure-as-a-Service direkt über CloudPlatform. Welche Dienste dem Benutzer bereitgestellt werden, entscheidet die IT-Abteilung bzw. der Provider.

Selektiert der Benutzer nun den Desktop seiner Wahl, werden ihm automatisch Preisinformationen angezeigt. Erst nach Bestätigung der Kosten und wird ihm der virtuelle Arbeitsplatz bereitgestellt und sein Konto mit dem entsprechenden Betrag belastet. Die technische Bereitstellung des Desktops läuft dabei genauso ab, wie in den vorherigen Kapiteln beschrieben. Auch beim Management ergibt sich kein Unterschied: CloudPortal Business Manager leitet den Benutzer automatisch zur WebApp über ein single-sign-on weiter, von wo aus er die Lifecycle-Operationen für seinen Desktop durchführen kann.