Ein befreundetes Ehepaar von mir werden demnächst Eltern. Da gab es natürlich allerhand zu organisieren und zu besorgen, aber ein Punkt auf der To-Do-Liste hat bei dem Paar für gehörig Zündstoff gesorgt: Die Autofrage. Die werdende Mutter, eine eher nüchterne Zeitgenossin, will ein möglichst geräumiges und sicheres Fahrzeug. Wenig verbrauchen soll der Wagen und nicht zu viel kosten. Sonderlack hält sie für unnötig, ein Standard-Grausilber verkauft sich später mal ohnehin gebraucht am besten weiter. Ihr Mann dagegen bekommt hektische Flecken bei dem Gedanken daran, sein heißgeliebtes Sportcabrio gegen ein „standardisiertes“ Auto einzutauschen. Einen Kindersitz bekäme man da doch sicher auch irgendwie unter, und auch ein kleiner, faltbarer Kinderwagen hätte noch Platz im Kofferraum. Die Debatten darüber sind mittlerweile Thema Nr. 1 in der Familie.

Mich erinnert das stark an die Situation in Unternehmen, wenn IT-Abteilung und Mitarbeiter über die Arbeitsplatz-Ausstattung verhandeln. Die eine Seite hat die Sicherheit der Unternehmensdaten und Firmennetzwerke im Blick. Angesichts der nicht enden wollenden Meldungen über Cyber-Angriffe nur verständlich. Und natürlich muss die Hardware einem ganzen Katalog verschiedener Richtlinien entsprechen. Das ist allerdings erst der Anfang – richtig ins Schwitzen kommen die Administratoren angesichts einer Vielfalt von Betriebssystemen, Hardware-Features, Bildschirmformaten und anderen technischen Eigenheiten, die alle möglichst reibungslos mit allen Anwendungen und Schnittstellen funktionieren sollen. Kein Wunder, dass die IT-Kollegen von einheitlicher Standard-Hardware träumen – alle nutzen das gleiche, ob das nun besonders stylisch oder modern ist, spielt keine Rolle. Die IT-Welt könnte so einfach sein, wäre da nicht der Anwender: Er will statt einem mausgrauen Desktop-PC mit 19-Zoll-Bildschirm viel lieber das neue Tablet verwenden, das unter dem Weihnachtsbaum lag. Und unterwegs dann das Android-Smartphone mit dem großen Display. Bisher war ein ganzer Fuhrpark verschiedener Anwendungen nötig, um all diese Ansprüche zu bedienen und den Mitarbeitern auch unterwegs und auf größere Distanzen produktive Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Deswegen wird seit längerem nach einer Lösung gesucht, die beiden Seiten ihre Wünsche erfüllt, und das möglichst aus einer Hand. Rollenbasiertes Management, sichere und trotzdem intuitiv bedienbare Anwendungen und Container für die verschiedenen mobilen Apps sind dabei wichtig. Die Mitarbeiter können sich im Idealfall ihre Apps aus einem einheitlichen App Store selbst herunterladen. Identity Management und Single Sign-on in Verbindung mit Szenario-basierten Zugangskontrollen bietet ausreichend Flexibilität und einfache Bedienung bei hoher Sicherheit. Bisher war das auf dem Markt so nicht zu finden – mit XenMobile MDM schließen wir nun diese Lücke. Damit bekommen beide Seiten das, was sie brauchen und wollen: Die Mitarbeiter möglichst viel Freiheit und Flexibilität, und die Administratoren die nötige Sicherheit und Kontrolle. Als lachender Dritter erweist sich die Personalabteilung: Wenn die neuesten Gadgets ganz selbstverständlich in die Firma mitgebracht und dort auch verwendet werden dürfen, ist ein Unternehmen gleich viel attraktiver für die Generation der Digital Natives. Auf deren Liste an Seinszuständen taucht ‚offline’ eigentlich gar nicht mehr auf, entsprechend sind die meisten von ihnen mit aktueller Technik ausgerüstet. Ein Verbot bestimmter Devices oder ganz generell eigener Geräte im Unternehmen schreckt im Umkehrschluss begehrte Fachkräfte ab.

Übrigens konnten auch meine Bekannten die Fahrzeugfrage inzwischen klären. Sie konnte sich mit einem etwas sportlicher ausgelegten Kombi anfreunden, der auch ihrem Mann auf dem Parkplatz seines Fitnessstudios nicht peinlich ist. Und die Garage ist zum Glück groß genug, so dass das Cabrio für Wochenendausflüge auch noch mit hineinpasst.