Wenn Sie anfangen über die Einführung von Desktop-Virtualisierung nachzudenken, dann haben Sie mit Citrix XenDesktop und Citrix VDI-in-a-Box mittlerweile zwei ausgezeichnete Optionen. Aber welche Lösung ist die Richtige für Sie? Ist es eine Frage der Kosten, der Größe der Umgebung, der Funktionen und/oder anderer Faktoren? Kumar Goswami, VP für unser Produkt VDI-in-a-Box hat darauf eine kurze Antwort: Wenn Sie eine einfache Lösung suchen, dann nehmen Sie VDI-in-a-Box, andernfalls ist XenDesktop mit der FlexCast-Technologie die bessere Wahl. Das ist sicherlich eine gute Aussage und eine der wichtigsten Entscheidungskriterien. Darüber hinaus gibt es aber noch einige andere Punkte in denen sich die beiden Produkte voneinander unterscheiden. Die folgende Übersicht soll Ihnen dabei helfen, basierend auf Ihren Anforderungen die richtige Wahl zutreffen.

Authentifizierung – Beide Produkte, XenDesktop und VDI-in-a-Box unterstützen sowohl Active Directory als auch Smart Cards. Ein Hauptunterscheidungsmerkmal ist, das XenDesktop Active Directory voraussetzt aber in einer Workgroup nicht unterstützt wird. Für kleinere Umgebungen, die mit einer Workgroup ohne zentrales Verzeichnis arbeiten, ist somit VDI-in-a-Box die bessere Alternative – zumal sogar eine interne Benutzerverwaltung möglich ist. Wird anderseits VDI-in-a-Box mit Active Directory betrieben, müssen die Desktops explizit einem Benutzer oder einer Benutzergruppe zugeordnet werden. Eine Desktop-Zuordnung über verschachtelte Gruppen oder integrierte Active Directory-Gruppen ist wiederum nur mit XenDesktop möglich.

Automation – XenDesktop bietet eine umfangreiche PowerShell SDK-Schnittstelle, über die Administratoren Aufgaben wie das Erstellen von Desktops, die Konfiguration der Umgebung oder das Sammeln von Messdaten automatisieren können. VDI-in-a-Box ist dagegen sehr einfach über Assistenten einzurichten. Die Möglichkeiten zur Konfiguration beschränken sich auf ein Minimum.

Implementierung und Wartung – Wie zu erwarten, ist sowohl der Aufwand für die Implementierung als auch für die regelmäßige Wartung bei VDI-in-a-Box deutlich geringer als bei XenDesktop. Ja, auch XenDesktop beinhaltet die Option Quick Deploy, mit der alle Komponenten (Lizenz-Server, Datenbank, Controller, Konsolen, etc.) auf einem System installiert werden können und die Ersteinrichtung über einen Assistenten erfolgt. Diese Option ist allerdings nur für Proof of Concepts oder kleinere Umgebungen geeignet, da sie nur begrenzt skaliert und nicht redundant ist.

Hochverfügbarkeit – Beide Produkte, XenDesktop und VDI-in-a-Box bieten Optionen für Hochverfügbarkeit auf mehreren Ebenen. Beide unterstützen Shared Storage sowie Redundanz beim Zugriff auf die Umgebung. Während XenDesktop darüber hinaus weitere Möglichkeiten zur Hochverfügbarkeit von Datenbanken beinhaltet, verwendet VDI-in-a-Box lokale Konfigurationsdateien auf jedem Host im Gegensatz zu einer zentralen Datenbank. Bei VDI-in-a-Box sind zudem die Funktionen für Hochverfügbarkeit im Produkt integriert – ganz ohne weitere Anforderungen, abgesehen von der Tatsache, dass zwei oder mehr Hosts zum Grid hinzugefügt werden müssen.

Skalierbarkeit – Zunächst könnte man denken, das XenDesktop bei weitem besser skaliert als VDI-in-a-Box, aber das ist nicht genau der Fall. VDI-in-a-Box hat sich auch in Kundenumgebungen mit Tausenden von Desktops über acht und mehr Hypervisor-Hosts bewährt. Für die meisten Unternehmen reicht das in der Regel auch aus (unter Berücksichtigung, das es sich um eine einzelne Umgebung handelt und mehrere Umgebungen bei Bedarf erstellt werden können, um zusätzliche Benutzer und/oder unterschiedliche Regionen anzubinden). Sofern Sie allerdings eine Lösung für Zehntausende von Desktops suchen, könnte sich XenDesktop als die bessere Wahl erweisen.

Kosten – Ohne hier allzu tief ins Detail zu gehen – sofern Kosten der ausschlaggebenden Faktor sind, ist VDI-in-a-Box auf jeden Fall der richtige Weg. Die Aufwände für die benötigte Infrastruktur als auch für Implementierung und Wartung sind deutlich geringer als bei XenDesktop.

HDX 3D Pro – Wenn Sie spezielle Anforderungen an die Bereitstellung von Desktops für anspruchsvolle Grafik-Anwendungen haben, sollten Sie die HDX 3D Pro-Funktionalität, verfügbar in den XenDesktop Editionen Enterprise und Platinum, in Erwägung ziehen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter http://support.citrix.com/proddocs/topic/xendesktop-als/hd-3d-about.html.

Richtlinien – Beide Produkte, XenDesktop und VDI-in-a-Box verwenden die gleiche umfangreiche HDX Policy Engine, obgleich nicht alle Richtlinien für VDI-in-a-Box anwendbar sind und die Richtlinien im Active Directory konfiguriert und gespeichert werden müssen. Mit XenDesktop können die Richtlinien auch in der Datenbank der Umgebung konfiguriert und gespeichert werden (beispielsweise wenn Sie keine Kontrolle über das Active Directory haben) während Sie mit VDI-in-Box An/Aus-Optionen für virtuelle Kanäle innerhalb des Produktes konfigurieren können.

Egal für welche Lösung Sie sich entscheiden, mit Citrix sind Sie in jedem Fall auf dem richtigen Weg zur Transformation Ihrer Desktop-Infrastruktur.