Die Citrix HDX-Technologien für besten Benutzerkomfort hatten schon von jeher einen großen Einfluß auf den großen Erfolg von Citrix XenDesktop im Markt für Desktop- und Anwendungsvirtualisierung. Mit den neuen Produktversionen, Citrix XenDesktop 5.5, Citrix XenApp 6.5 und Citrix Receiver for Windows 3.0 wurden diese Technologien noch einmal deutlich verbessert. Adressiert werden in erster Linie anspruchsvolle Netzwerkbedingungen, wie eingeschränkte Bandbreiten, hohe Latenzen, Qualitätsschwankungen bei Audio- und Videoübertragungen, Überlastungen und Paketverluste. Aber auch die Reaktionszeiten und die Darstellungsoptionen beim Zugriff auf Windows 7 Desktops wurden optimiert. Zudem wurden weitere neue Wege gefunden, vorhandene Ressourcen auf Endgeräteseite besser zu nutzen, um den Benutzerkomfort zu erhöhen und die Kosten auf Server-Seite zu reduzieren.

In den nächsten Wochen werden wir in einer Blog-Serie auf alle neuen HDX-Technologien im Detail eingehen, hier schon mal ein erster Überblick zu den wichtigsten Verbesserungen.

Bandbreiteneffizienz

Höchst bemerkenswert ist, dass XenDesktop 5.5 den Bandbreitenbedarf enorm reduziert, gleichzeitig aber die Bereitstellung von Desktops verbessert und die Skalierbarkeit von Servern optimiert. Ein dreifacher Gewinn, der seinesgleichen im Markt sucht, da eine höhere Bandbreiteneffizienz normalerweise mit Kompressionsverlusten oder Einbußen bei der Verarbeitung auf Server-Seite einhergeht. XenDesktop 5.5 (beinhaltet XenApp 6.5) und Citrix Receiver 3.0 erreichen diese aussergewöhnliche Leistung durch die Nutzung vorhandener Ressourcen auf Benutzerendgeräten für das Rendering von Grafikbefehlen, wie sie in Business-Anwendungen verwendet werden.

Getestet wurde mit dem Tool “Login VSI Version 3”, basierend auf einem mittleren Multimedia-Workload, der die Anforderungen eines typischen Büroarbeitsplatzes repräsentiert: Nutzung von Office-Anwendungen, wie Word, PowerPoint und Outlook, das Scrollen durch PDF-Dateien und die Betrachtung von Videos. Ermittelt wurde eine 30%ige Reduktion des Bandbreitenbedarfs. Davon profitieren vor allem Kunden mit Außenstellen und Netzwerkverbindungen mit begrenzten Bandbreiten.

Überzeugende Audio-Qualität

Eine exzellente Audio-Qualität ist die kritische Komponente bei der Kommunikation in Echtzeit über VoiP oder beim Betrachten von Videos. Mit der neuen Version von XenDesktop wird jetzt sichergestellt, dass die Audio-Qualität, selbst bei schwierigen Netzwerkbedingungen oder wenn Benutzer viele Anwendungen zur gleichen Zeit nutzen, auf einem hohem Level bleibt. Das Feedback von Kunden, die an einem Early Release Programm teilgenommen haben, war überwältigend.

Bessere Video-Performance

In diesem Zusammenhang gibt es gleich mehrere neue Highlights. Zum einen wurde mit XenDesktop 5.5 die Funktion “Adaptive Display”, der Nachfolger von “Progressive Display” vorgestellt. Es bedarf weder komplexer Konfigurationen noch der Anwendung von Policies, um die Bildqualität in schwierigen Netzwerkumgebungen zu erhöhen. “Adaptive Display” passt sich automatisch an, optimiert die Frame-Rate in Videos und sorgt für eine dynamische Komprimierung, während andere Bereiche des Bildschirms davon unberührt bleiben. Zum zweiten kommt die einzigartige Technologie zur Flash-Redirection jetzt auch Benutzern, die über WANs verbunden sind, zugute. Dazu wird das Protokoll zwischen dem Adobe Flash Player und dem Internet Explorer abstrahiert. Die Nutzung von lokalen Ressourcen auf Endgeräten zum Rendering von Videos ist jetzt in deutlich mehr Fällen möglich, erhöht die Skalierbarkeit auf Server-Seite und sorgt für eine weitere Reduzierung der TCO. Drittens wurde auch die Windows Media Redirection dahingehend verbessert, dass selbst in Situationen, wo die verfügbare Bandbreite geringer ist als die Bit-Rate des Videos, eine augezeichnete Wiedergabe möglich ist.

Windows 7 Aero

Mit XenDesktop 5.5 wurden zwei innovative Lösungen vorgestellt, die eine volle Windows 7 Aero Darstellung, inklusive Flip 3D, Aero Peek, Glaseffekte und mehr, ermöglichen. Sofern der Benutzer auf einem vollwertigen Windows-Endgerät mit schneller CPU und einem Aero-kompatiblen Grafikprozessor arbeitet, können über die Aero-Redirection diese lokalen Ressourcen für das Rendering genutzt werden. Das wird ergänzt durch das Senden der DirectX Grafikbefehle über ICA an den Grafikprozessor des Endgeräts. Alternativ kann das Rendering aber auch server-seitig durchgeführt werden. Mittels der RemoteFX-Technologie für Hyper-V von Microsoft kann Aero so selbst auf einfachen Thin Clients dargestellt werden.

3D-Grafik

Das ist ein weiterer wichtiger Punkt. Selbst wenn ein CPU-basiertes Rendering für die benötigte Anwendungen erforderlich ist, sind mit dieser Version enorme Verbesserungen spürbar, vor allem durch “Adaptive Display”. Und es wird noch viel interessanter, wenn man die Multi-GPU Passthrough Funktionalität, die mit XenServer 6.0 kommt, berücksichtigt. Damit können mehrere Grafikkarten in virtuellen Desktops oder XenApp-Servern genutzt werden und so die Kosten für die Bereitstellung von High-End 3D Grafik-Anwendungen wesentlich reduziert werden.