Client-Virtualisierung mit dem neuen Release des Bare Metal Hypervisors

Vor knapp einem Jahr hat Citrix auf der Synergy 2010 XenClient, einen Bare Metal Client Hypervisor, der direkt auf einem Notebook installiert wird, zum ersten Mal vorgestellt.

Durch XenClient können ähnlich wie bei der Server-Virtualisierungs-Lösung XenServer mehrere Client-Betriebssysteme auf einem Endgerät parallel laufen, und dies ohne wesentliche Performance-Verluste verglichen mit herkömmlichen nicht-virtuellen Umgebungen. Der Vorteil hier ist, dass beispielsweise Firmen zentrale Desktop-Images bereitstellen können und über den sog. Synchronizer auf beliebig viele XenClient-fähige Notebooks kopieren können – und so erhalten die Desktop-Images völlige Unabhängigkeit von der darunterliegenden Hardware – Anwender können so das Endgerät ihrer Wahl einsetzen, und trotzdem braucht die IT nur ein Desktop-Image unterstützen.

Augenblicklich gibt es hier die Einschränkung, dass bisher nicht alle Notebooks auf dem Markt XenClient-fähig sind, da sie keinen passenden Prozessoren haben und zudem bestimmte Grafik-Chipsets Voraussetzung sind.

Die gute Nachricht ist: es ist Abhilfe in Sicht. Der neue XenClient 2, der im Mai auf der Synergy 2011 vorgestellt und demonstriert wurde, kann jetzt weltweit als Technical Preview kostenfrei über http://www.citrix.com/xenclient heruntergeladen werden. XenClient 2 unterstützt bereits viel mehr Endgeräte, als das bisher der Fall war, zudem werden nun auch erste Desktop-PCs unterstützt.

Wir arbeiten nun noch enger mit Hardwarepartner zusammen, zu Dell, HP, Intel und Lenovo kamen bisher AMD, Fujitsu, Panasonic und NEC dazu, mit einer wesentlich erweiterten Liste an unterstützter Hardware. Die sog. Hardware Compatibility List mit der Liste der aktuellen unterstützten Systeme, die Sie unbedingt beachten sollten, finden Sie auf der XenClient-Downloadseite.

Wir haben von Kunden bereits eine riesige Menge an Feedback erhalten, was für unsere Softwareentwickler sehr wichtig ist. Dem Kundenfeedback folgend ist es unser erstes Ziel, a) die Anzahl der unterstützen System zu vergrößern, b) den Umgang mit dem System noch einfacher zu gestalten, und c) das Ausrollen von größeren Produktivumgebungen durch Optimierung eines erweiterten zentralen Managements in unserer Synchronizer-Technologie zu

Kurzer Überblick zu den Erweiterungen in XenClient 2:

  • Erweiterte Hardware-Kompatibilität. Jetzt lauffähig auf etwa 45 Millionen Systemen weltweit. Die Tech Preview von XenClient 2 läuft auf 3x so vielen Systemen wie die erste Version, da nun die 2. Generation der Intel Core vPro-Plattformen unterstützt wird, zudem werden zusätzliche PC-Hersteller, Desktops-PCs und Nicht-vPro-Systeme unterstützt.
  • Ein Synchronizer, der auch für den Produktivbetrieb konzipiert ist und der die zentrale Bereitstellung und Administration von XenClient in größeren und komplexeren Umgebungen mit erhöhter Skalierbarkeit, einem detaillierterem Reporting, beschleunigten Image-Transfers und Backups sowie Unterstützung für komplexe Active Directory-Umgebungen bietet.
  • Eine einfachere Nutzung des Systems, die den Einsatz von XenClient auch für technisch nicht versierte Anwender erleichtert. Ein Redesign von Citrix Receiver für XenClient führte zu einer einfacheren und intuitiveren Benutzeroberfläche. Neue Funktionen erlauben das Arbeiten mit den virtuellen Windows-Maschinen, ohne dass die Nutzer hier viel von XenClient im normalen Einsatz wahrnehmen.

Mehr technische Details:

  • erweiterte 3D Grafik-Architektur unterstützt nun Intel HD 2000- und HD 3000- integrierte Grafik mit AMD FirePro und Radeon Diskrete Graphics-Architekturen. Dies erweitert nicht nur die Hardware-Kompatibilität, sondern bietet zusammen mit Intel vPro Directed I/O (VT-d)-Technologie eine native 3D-Grafik-Performance.
  • Support für Nicht-vPro Systeme ermöglicht nun einer größeren Anzahl von Kunden den Test und Einsatz von XenClient auf kostengünstigen Plattformen. Anwender können nun eine hervorragende 2D-Grafik-Performance bei der Ausführung von XenClient auf Systemen mit Intel-integrierter Grafik erleben.
  • Unterstützung für neue Betriebssystem-Umgebungen wie Windows 7 Service Pack 1 32bit und 64bit und erstmals Support für Ubuntu Linux 11.
  • Verbesserte Audio-Eigenschaften bieten die integrierten Audio-Treiber für Windows 7 mit verbesserter Qualität und Performance.
  • Höhere VM-Speicherzuweisung ermöglicht nun die Verwendung von bis zu 8 GB Speicher für lokale virtuelle Desktops in XenClient. Dies ermöglicht es, in Windows 7 mehr Anwendungen parallel laufen zu lassen, mehr Dateien offen zu halten und speicherintensive Anwendungen einzusetzen.
  • Virtualisierung der Benutzerprofile ermöglicht die Trennung der Benutzer-Umgebung vom Rest des Systems durch Layering. Es ermöglicht das selektive Backup/Restore des Benutzerprofils unabhängig vom Rest des Systems.
  • Optimierte Backups für weniger Storage-Bedarf zu Backup/Recovery von virtuellen Desktops. Dies wird durch intelligente Festplatten-Block-Filterung ermöglicht, die automatisch unbenutzte Blöcke, Windows-Auslagerungsdateien und andere nicht benötigte Daten entfernt und so die Menge der an den Synchronizer während der Backup-Operationen geschickten Datenmenge reduziert.
  • Automatische Verbindungs-Drosselung schützt Anwender, Synchronizer und das Netzwerk vor Überlastung. Der Synchronizer drosselt automatisch XenClient-Systeme beim Up/Download von Images und Backups, wenn die Systeme oder das Netzwerk stark ausgelastet sind.
  • Verbesserungen, die Administratoren eine einfachere Installation, Konfiguration und Wartung des Synchronizers für XenClient ermöglichen. Zusätzlich ermöglicht eine neue Geräte-Filterfunktion eine gezieltere Berichterstattung mit Informationen zum Einsatz von XenClient-Systemen.
  • Eine einfachere Admin-Konsole, mit der Administratoren auf einen Blick die aktuelle Konfiguration des Synchronizers überblicken können, zusammen mit einem vereinfachten Konfigurations-Management für Netzwerke, Active Directory-Verbindungen, SSL-Zertifikaten und vielem mehr.
  • Support für komplexere Active Directory-Umgebungen durch die Fähigkeit, in Umgebungen mit komplexen Vertrauensstellungen mit mehreren Aktive Directorys zu laufen. Einfach einloggen und Images und Richtlinien an Benutzern und Gruppen in der gesamten Organisation zuweisen.
  • Pre-Caching von VM-Downloads für eine schnelle Bereitstellung und Wiederherstellung von Images virtueller Maschinen über den Synchronizer auch über langsame Netzwerkverbindungen. Dies wird möglich durch Laden des größten Teils der Images über einen optischen Datenträger oder ein USB-Flash-Laufwerk und Download von ausschließlich den aktuellen Komponenten über das Netzwerk vom Synchronizer.
  • Automatische iSCSI-Bereitstellung erlaubt Ausrollen von XenClient an Lenovo Desktop-Systeme durch Hosting der XenClient-Installer-Komponenten und Dateien mit den automatischen Antworten auf einem Lenovo Storage Array.
  • Überarbeitete XenClient-Benutzeroberfläche, macht es noch einfacher, lokale virtuelle Desktops auf XenClient zu erstellen, zu pflegen, und zu managen. Enthält eine neue, vereinfachte Benutzersicht mit vereinfachter und erweiterter Darstellung von Funktionen, die Möglichkeit, virtuelle Desktop-Hotkeys zu tauschen und eine stark verbesserte Performance des Systems.
  • Autoboot, Autosleep und Autoshutdown ermöglichen XenClient, Power Operations mit dem Power State einer virtuellen Windows-Maschine zu verknüpfen. So kann XenClient für technisch weniger versierte Benutzer weitgehend unsichtbar im Hintergrund ablaufen.

Hier einige Links zu XenClient 2 – Videos von der Synergy 2011

XenClient 2 Tech Preview können Sie kostenfrei herunterladen und testen über: http://www.citrix.com/xenclient