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Der Konzern-Desktop wird virtuell

Die Energie Steiermark AG hat im Rahmen einer konzernweiten Thin-Client-Initiative ihren Standard-Konzern-Desktop virtualisiert. Mit Citrix® XenApp™ und Citrix® XenDesktop® stellt das Unternehmen heute Benutzer-Desktops für mehr als 1.500 Anwender im In- und Ausland über ein hochverfügbares Rechenzentrum bereit. Die Virtualisierungs-Technologien helfen dem Energieversorger, den Betrieb seiner IT-Infrastruktur effizienter zu gestalten. Alleine durch den niedrigeren Stromverbrauch für Server und Endgeräte spart das Unternehmen rund 25.000 Euro jährlich. Mit den ersten virtuellen Windows 7-Desktops ist die IT-Abteilung zudem in der Lage, die anstehende Migration auf das neue Client-Betriebssystem von Microsoft optimal vorzubereiten.

Mit ihren vier Kerngeschäftsfeldern Strom, Erdgas, Fernwärme und Restmüllverwertung ist die Energie Steiermark AG der viertgrößte Energieanbieter Österreichs. Das Unternehmen verkauft auf in- und ausländischen Märkten jährlich rund 8.000 GWh Strom, 1.200 Mio. Kubikmeter Erdgas und 2.300 GWh Fernwärme. Im Jahr 2009 erwirtschafteten die 1.800 Mitarbeiter damit einen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro. Für die zahlreichen Konzerntöchter im In- und Ausland nimmt die Energie Steiermark AG mit Hauptsitz in Graz eine operativ-strategische Steuerungsfunktion wahr und bündelt wesentliche Funktionen wie Controlling, Rechnungswesen und Kommunikation. Initiativen in den Bereichen E-Mobility, Smart Metering und erneuerbare Energien positionieren die Energie Steiermark als führende „Green Company“ in Österreich.

Die Informationstechnologie des Konzerns ist in der Tochtergesellschaft Steweag-Steg GmbH angesiedelt: Die 65 Mitarbeiter des Bereiches IT erbringen ihre Dienstleistungen für den Gesamtkonzern und  betreuen dabei mehr als 1.500 Endanwender und mehr als 400 Server in zwei Rechenzentren. Oberste Priorität hat für den Energieversorger die Hochverfügbarkeit der IT-Infrastruktur: Genau wie das Stromnetz des Unternehmens müssen auch alle kritischen Geschäftsapplikationen 365 Tage im Jahr rund um die Uhr zur Verfügung stehen. „Kosteneffizienz, IT-Sicherheit und die Flexibilität, neue Geschäftsanforderungen schnell umsetzen zu können, sind daneben weitere zentrale Herausforderungen für uns“, sagt Georg Wurzenberger, Leiter IT Basisdienste der Energie Steiermark.

Herausforderung: Management von Benutzer-Desktops vereinfachen

Diese strategischen Aspekte standen auch bei der Thin Client-Inititative im Mittelpunkt, die die Energie Steiermark im Jahr 2009 startete: Zielsetzung war dabei nicht nur, die PCs an vielen Arbeitsplätzen durch Thin Clients zu ersetzen, sondern die gesamte Desktop-Bereitstellung im Unternehmen durch Standardisierung und Zentralisierung zu vereinfachen und so weit wie möglich zu automatisieren. Der Enterprise Desktop mit allen benötigten Geschäftsapplikationen sollte den Mitarbeitern virtuell über das Rechenzentrum zur Verfügung gestellt werden.

Die Energie Steiermark knüpfte mit dieser Initiative an eine Zentralisierungsstrategie an, die schon in den Jahren zuvor begonnen hatte: Bereits im Rahmen eines SAP-Rollouts im Jahr 2001 hatte das Unternehmen entschieden, den SAP GUI nicht mehr lokal auf den Endgeräten zu installieren, sondern mit Citrix-Technologie über eine zentrale Serverfarm zugänglich zu machen. Der administrative Aufwand für Software-Updates konnte damit minimiert werden. Gleichzeitig wurde durch die Zentralisierung sichergestellt, dass alle Mitarbeiter zeitgleich Zugriff auf die jeweils aktuellste Anwendungsversion erhalten. In der Folgezeit verlagerte die IT-Abteilung daher weitere Kernapplikationen aus dem Energieversorgungsbereich auf die Citrix XenApp-Server und begann schließlich auch, komplette Benutzer-Desktops für bestimmte Einsatzszenarien – wie zum Beispiel mobile Mitarbeiter – zentral bereitzustellen.

Dieses „Shared Desktop“-Konzept wurde im Rahmen der Thin-Client-Initiative auf den gesamten Konzern ausgedehnt: „Die zentrale Anwendungs- und Desktop-Bereitstellung mit Citrix XenApp hatte sich in der Praxis hervorragend bewährt“, sagt Georg Wurzenberger. „Für uns lag es daher nahe, den kompletten Enterprise Desktop mit allen standardmäßig genutzten Applikationen zu virtualisieren.“ Zu den rund 30 Kernapplikationen und weiteren 60 Randapplikationen, die in den Konzerngesellschaften der Energie Steiermark eingesetzt werden, gehören heute neben Microsoft Office und SAP auch zahlreiche branchenspezifische Anwendungen wie zum Beispiel das Stromhandels- oder Energieabrechnungssystem. Gemeinsam mit dem Citrix Platinum Solution Advisor Bull führte die IT-Abteilung diese Anwendungen in einem virtuellen Shared Desktop zusammen. Gleichzeitig erweiterte man die vorhandene Citrix XenApp-Umgebung, um die 1.500 Benutzer im In- und Ausland zuverlässig bedienen zu können, und legte dabei ein besonderes Gewicht auf Hochverfügbarkeit und Ausfallsicherheit. Für die Steuerung des Anwendungszugriffs und die Verwaltung der Benutzerprofile wurde zusätzlich die AppSense Management Suite implementiert.

Server-Virtualisierung und Provisioning entlasten Administratoren

Den Ausbau der XenApp-Umgebung nutzte das Unternehmen zudem für ein umfangreiches Server-Virtualisierungsprojekt: Die XenApp-Server, die zuvor größtenteils direkt auf physischer Hardware installiert waren, wurden komplett auf virtuelle Maschinen migriert. Trotz deutlich gestiegener Benutzerlast konnte damit die Anzahl der physischen Server von 30 auf acht reduziert werden. Auf jedem physischen Server laufen heute mindestens zehn virtuelle XenApp-Maschinen mit jeweils zwölf gleichzeitigen Benutzern, als Virtualisierungsplattform setzt die Energie Steiermark Citrix XenServer ein. „Die Schlüsselfunktion bei der Entscheidung für XenServer war für uns die integrierte Provisioning-Technologie, aber auch die Performance gegenüber Mitbewerbsprodukten hat uns überzeugt“, erläutert Georg Wurzenberger. „Über die Provisioning Services von XenServer können wir heute ein standardisiertes Workload-Image auf alle virtuellen XenApp-Server streamen. Das Patchen der Server und das Einspielen von Updates ist damit um ein Vielfaches vereinfacht worden: Während wir früher einen Server nach dem anderen anpassen mussten, genügt es heute, einmal das Master-Image zu aktualisieren.“ Mit dem automatisierten Reboot der XenApp-Server, der jede Nacht stattfindet, wird die gesamte Farm dann auf den neuesten Stand gebracht. Änderungen am Image werden zuvor auf der parallel aufgebauten Test-Farm ITIL-konform getestet. Das Ergebnis ist eine konsistente und jederzeit aktuelle XenApp-Umgebung als Basis-Infrastruktur für die konzernweite Desktop-Bereitstellung.

Mit dem Konzern-Desktop – intern nur noch kurz „KD“ genannt – kann die Energie Steiermark heute die Anforderungen beinahe aller IT-Arbeitsplätze innerhalb des Unternehmens abdecken. Im Rahmen des Projekts wurden allerdings mehrere Applikationen identifiziert, die aufgrund hohen Ressourcenbedarfs nicht ideal für den Betrieb innerhalb des Shared Desktops geeignet waren: Insbesondere betraf dies das geografische Informationssystem ArcGIS und die CAD-Anwendung AutoCAD. Speziell für diese Applikationen implementierte die IT-Abteilung eine „Hosted VDI-Lösung“ auf Basis von Citrix XenDesktop als Piloten. Beim gehosteten Virtual Desktop-Verfahren erhält jeder Benutzer Zugang zu einem eigenen Windows-Desktop, der als virtuelle Maschine auf einem Server im Rechenzentrum ausgeführt wird. Im Gegensatz zum Shared Desktop-Modell können dem Anwender dabei erweiterte Benutzerrechte und Personalisierungsmöglichkeiten eingeräumt werden. Außerdem lassen sich Rechenleistung und Arbeitsspeicher individuell zuweisen, um auch ressourcenhungrige Applikationen optimal zu unterstützen. Im GIS/CAD-Bereich teilen sich bei der Energie Steiermark heute jeweils ca. zehn Anwender die physische Hardware eines  leistungsfähigen Servers.

Virtuelle Desktops auch für GIS/CAD-Arbeitsplätze

„Durch die Verlagerung der ArcGIS- und AutoCAD-Arbeitsplätze auf virtuelle Desktops wollen wir unser zentrales Desktop-Konzept konsequent ausbauen“, sagt Georg Wurzenberger. „XenDesktop ermöglich uns, auch Spezial-Desktops über das Rechenzentrum bereitzustellen und dabei Datensicherheit, effizientes Management und Benutzerkomfort in Einklang zu bringen.“ Für die gute Systemperformance der virtuellen Desktops sorgen unter anderem die integrierten HDX-Technologien von XenDesktop, die die Darstellung der grafik- intensiven Applikationen am Endgerät beschleunigen.

Ein weiteres Einsatzszenario für die gehosteten virtuellen Desktops ergibt sich aus der geplanten Migration auf Windows 7 und Microsoft Office 2010: Die IT-Abteilung stellt heute bereits ausgewählten Testbenutzern das neue Client-Betriebssystem und die neueste Office-Software über XenDesktop zur Verfügung. So wurden bereits erste Praxiserfahrungen gesammelt, die den Administratoren helfen, die unternehmensweite Desktop- und Office-Migration optimal vorzubereiten. Insbesondere das Zusammenspiel mit den anderen Kernapplikationen kann an den virtuellen Desktops gründlich getestet werden.

Parallel dazu stellt die IT-Abteilung im Rechenzentrum die Weichen für die Migration der XenApp-Server auf das neueste Produkt-Release und die Einführung der Betriebssystemplattform Windows Server 2008 R2. „Wir planen hier, einen fließenden Übergang zu realisieren und die Anwender nach und nach auf die neue Umgebung umzuziehen“, so der Leiter IT Basisdienste. „XenServer und die Provisioning-Technologie helfen uns, den Rollout sehr flexibel zu handhaben und bei Bedarf auch schnell einen Rollback auf die bisherige Farm durchzuführen.

IT wird „grüner“ durch Virtualisierung

Mit der Virtualisierung von Desktops und Servern hat die Energie Steiermark das Management von Applikationen und Benutzerarbeitsplätzen grundlegend vereinfacht: Egal, ob es um ein einzelnes Software-Update oder eine Betriebssystem-Migration geht – die IT-Abteilung kann heute schnell auf neue Anforderungen reagieren und Änderungen mit minimalem Aufwand umsetzen. Deutlich reduziert wurde nach Aussage von Georg Wurzenberger zudem der Energieverbrauch der Infrastruktur: „Durch den Einsatz der äußerst energieeffizienten Thin Clients und die Konsolidierung der Server-Hardware im Rechenzentrum sparen wir heute schon jährlich rund 25.000 Euro an Stromkosten. Damit setzen wir als IT auch ein klares Zeichen für nachhaltige Technologien und Green Computing und leisten unseren Beitrag für die Energie Steiermark als ‚Green Company‘.“

Über Citrix

Citrix Systems, Inc. (NASDAQ: CTXS) ist führender Anbieter von Virtualisierungstechnologien, mit denen Unternehmen IT als On-Demand-Service zur Verfügung stellen können. Citrix wurde 1989 gegründet und vereint Virtualisierungs-, Netzwerk- und Cloud-Computing-Technologien in einem kompletten Produktportfolio, das virtualisierte Arbeitswelten für Nutzer und virtualisierte Rechenzentren für IT-Abteilungen ermöglicht. Mehr als 230.000 Unternehmen weltweit nutzen Citrix-Technologien, um ihre IT-Umgebungen schnell, einfach und kosteneffizient aufzubauen. Das Unternehmen zählt 10.000 Handels- und Allianzpartner in mehr als 100 Ländern. Im Geschäftsjahr 2010 erwirtschaftete Citrix einen Umsatz von 1,87 Milliarden US-Dollar.

©2011 Citrix Systems, Inc. All rights reserved. Citrix®, XenDesktop®, XenApp™, and XenServer® are trademarks of Citrix Systems, Inc. and/or one or more of its subsidiaries, and may be registered in the United States Patent and Trademark Office and in other countries. All other trademarks and registered trademarks are property of their respective owners.
XenDesktop ermöglicht uns, auch Spezial-Desktops über das Rechenzentrum bereitzustellen und dabei Datensicherheit, effizientes Management und Benutzerkomfort in Einklang zu bringen.
- Georg Wurzenberger

Leiter IT Basisdienste

Energie Steiermark AG

Kundennutzen

  • Effizientes Desktop-Management für alle Anwender im In- und Ausland
  • Schnelle und risikofreie Durchführung von Änderungen durch Provisioning-Technologie
  • Performanter Zugriff auf virtuelle GIS/CAD-Arbeitsplätze
  • Reduzierter Stromverbrauch durch Server-Konsolidierung und Einsatz von Thin Clients

Bereitgestellte Anwendungen

  • Microsoft Office 2003/2010
  • SAP GUI
  • CRM
  • Billing & Trading System
  • Energie-und Netzinformationssystem
  • Zählerfernauslesung
  • ArcGIS 9.3
  • AutoCAD 2010

IT-Infrastruktur

  • Citrix® XenApp™ 4.5, Platinum Edition
  • Citrix® XenDesktop® 4.0
  • Citrix® XenServer® 5.5
  • HP ProLiant Server mit 2 Hexacore CPUs und 72 GB RAM
  • Microsoft Windows Server 2003 und Windows Server 2008 R2 (Konzern-Desktop 2010)
  • rund 1.500 Endgeräte, darunter rund 700 Notebooks und 300 Thin Clients (Ausbau auf 600 Thin Clients geplant)

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